Bedeutung und Ursprung
Das Jugendwort "relatable" stammt aus dem Englischen und leitet sich vom Verb "to relate" ab, was "sich beziehen" oder "in Beziehung setzen" bedeutet. Im Kontext der Jugendsprache beschreibt "relatable" eine Situation, ein Gefühl, eine Aussage oder ein Erlebnis, mit dem man sich persönlich identifizieren kann oder das man gut nachvollziehen kann. Es drückt aus, dass man eine ähnliche Erfahrung gemacht hat oder die Emotionen dahinter versteht. Es ist kein spezifisches Meme, sondern eine allgemeine Sprachadaption, die im digitalen Raum an Popularität gewonnen hat.
Verwendung im Alltag
Jugendliche verwenden "relatable" in verschiedenen Kontexten, um ihre Zustimmung oder ihr Verständnis auszudrücken:
- "Das Gefühl, wenn man am Sonntagabend merkt, dass man die Hausaufgaben vergessen hat – so relatable!"
- "Dieser TikTok-Sound ist einfach zu relatable, ich fühle das total."
- "Deine Geschichte über den Stress vor den Prüfungen ist total relatable, das kenne ich auch."
Kontext und Verbreitung
Das Wort "relatable" wird hauptsächlich in digitalen Kommunikationsformen verwendet, insbesondere in sozialen Medien wie TikTok, Instagram und YouTube-Kommentaren. Auch in Gaming-Chats und Messenger-Diensten ist es weit verbreitet. Es hat sich jedoch auch in den alltäglichen Sprachgebrauch unter Jugendlichen auf dem Schulhof oder im Freundeskreis integriert. Die Popularität des Begriffs hat in den letzten drei bis fünf Jahren durch die verstärkte Nutzung von Social Media und englischsprachigen Inhalten stark zugenommen und ist mittlerweile ein etablierter Bestandteil der Jugendsprache.
Hinweise für Eltern
Das Wort "relatable" ist aus sprachlicher Sicht völlig unbedenklich (Risikostufe A). Es drückt Empathie, Verständnis und die Fähigkeit zur Identifikation aus. Wenn Ihr Kind "relatable" verwendet, bedeutet dies lediglich, dass es sich mit einer bestimmten Situation, einem Gefühl oder einer Aussage identifizieren kann. Es gibt keinen Grund zur Besorgnis. Eltern können dies als eine Gelegenheit sehen, nachzufragen, was genau ihr Kind "relatable" findet, um Einblicke in dessen Gedanken- und Gefühlswelt zu erhalten.
Verwandte Begriffe
- Fühl ich: Eine deutsche Entsprechung für "Das kann ich nachvollziehen" oder "Das empfinde ich genauso".
- Vibe: Beschreibt die allgemeine Stimmung oder Atmosphäre einer Person, eines Ortes oder einer Situation.
- Mood: