3 Konten, die jede Mutter haben sollte – sonst verlierst du den Überblick
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    3 Konten, die jede Mutter haben sollte – sonst verlierst du den Überblick

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    10 Abschnitte

    Ihr Lieben Mamas,

    Hand aufs Herz: Fühlst du dich manchmal auch, als würdest du jonglieren – mit Windeln, Terminen, der Arbeit, dem Haushalt und dann auch noch den Finanzen? Ich weiß genau, wie das ist! Der Alltag mit Kindern ist wunderschön, aber er kann auch ganz schön fordernd sein. Und oft bleiben die eigenen Finanzen dabei auf der Strecke. Manchmal hat man das Gefühl, den Überblick komplett zu verlieren, oder?

    "Ich versteh nix von Geld", "Das ist mir alles zu kompliziert", oder "Dafür hab ich doch gar keine Zeit!" – solche Gedanken kenne ich nur zu gut. Und vielleicht denkst du auch: "Mein Partner kümmert sich doch darum." Aber stell dir vor, es gibt einen Weg, wie du ganz einfach und ohne Finanzstudium die Kontrolle über dein Geld zurückgewinnst. Und das Beste: Es ist so simpel, dass du es auch nach einem langen Tag mit den Kids noch umsetzen kannst.

    Heute möchte ich dir mein "3-Konten-Modell" vorstellen. Es ist wie ein unsichtbarer Finanz-Assistent, der dir hilft, den Überblick zu behalten, Stress zu reduzieren und deine finanziellen Ziele zu erreichen. Glaub mir, du musst kein Finanzprofi werden, um das zu meistern!

    Warum ein 3-Konten-Modell dein Leben leichter macht

    Bevor wir ins Detail gehen, lass uns kurz darüber sprechen, warum dieses Modell so genial ist. Stell dir vor, all dein Geld landet auf einem einzigen Konto. Dein Gehalt, das Kindergeld, das Elterngeld – alles auf einem Haufen. Und davon gehen dann Miete, Einkäufe, Versicherungen, aber auch mal ein neues Spielzeug oder ein Kaffee mit der Freundin ab. Am Ende des Monats fragst du dich: Wo ist das ganze Geld geblieben?

    Das 3-Konten-Modell schafft Klarheit und Struktur. Es hilft dir:

    • Den Überblick zu behalten: Du siehst auf einen Blick, wofür dein Geld da ist.
    • Stress zu reduzieren: Keine Panik mehr am Monatsende.
    • Gezielt zu sparen: Für Notfälle, Wünsche und die Zukunft deiner Kinder.
    • Emotionale Ausgaben zu vermeiden: Weil du weißt, was du dir wirklich leisten kannst.

    Es ist wie ein kleines Finanz-Update für dein Mamaleben – einfach, effektiv und absolut machbar.

    Konto 1: Das Alltagskonto – Dein Dreh- und Angelpunkt für den Monat

    Das ist dein Haupt-Girokonto, auf dem dein Einkommen landet und von dem alle laufenden Kosten abgehen. Denk an es als dein "Hier-und-Jetzt"-Konto.

    • Was hier landet: Dein Gehalt, Kindergeld, Elterngeld (dazu gleich mehr), eventuell Unterhaltszahlungen.
    • Was hier abgeht:
      • Fixkosten: Miete/Kreditrate, Strom, Gas, Internet, Handy, Versicherungen, Kita-Gebühren, Abos (Netflix & Co.).
      • Variable Kosten: Lebensmittel, Drogerieartikel, Benzin/ÖPNV, Kleidung für die Kids, kleine Freizeitausgaben.

    Dein Tipp von Anja: Richte für alle Fixkosten Daueraufträge ein, die direkt am Monatsanfang abgehen. So siehst du sofort, wie viel Geld dir für die variablen Kosten wirklich zur Verfügung steht. Für die variablen Kosten kannst du dir ein Wochenbudget überlegen und das Geld dafür vielleicht sogar wöchentlich auf ein separates Unterkonto oder in eine digitale "Umschlagmethode" verschieben.

    Konto 2: Das Notgroschen- & Pufferkonto – Dein Sicherheitsnetz

    Dieses Konto ist dein finanzieller Schutzengel. Es ist ein Tagesgeldkonto, auf das du jederzeit zugreifen kannst, aber das nicht direkt mit deinem Alltagskonto verbunden ist. Hier parkst du Geld für unvorhergesehene Ausgaben.

    • Wofür es da ist:
      • Notgroschen: Dein absolutes Muss! Hier sollten 3 bis 6 Monatsausgaben liegen. Wenn die Waschmaschine kaputtgeht, das Auto streikt oder du unerwartet weniger Einkommen hast, bist du abgesichert. Das gibt dir so viel Ruhe!
      • Kurzfristige Ziele: Der Sommerurlaub, ein neues Sofa, ein größerer Kinderwagen – alles, was du in den nächsten 1-3 Jahren anschaffen möchtest.
    • Warum Tagesgeld? Dein Geld ist sicher, du kannst jederzeit darauf zugreifen und es gibt oft ein paar Zinsen (wenn auch aktuell nicht viel, aber besser als nichts!).

    Dein Tipp von Anja: Richte einen Dauerauftrag von deinem Alltagskonto auf dein Tagesgeldkonto ein. Auch kleine Beträge machen auf Dauer einen Unterschied. Fang mit 25 Euro an, wenn mehr nicht geht. Wichtig ist die Regelmäßigkeit! Denk auch an den Sparer-Pauschbetrag von aktuell 1.000 Euro (für Alleinstehende) bzw. 2.000 Euro (für Verheiratete/Lebenspartner) pro Jahr. Bis zu diesem Betrag sind deine Kapitalerträge (Zinsen) steuerfrei.

    Konto 3: Das Zukunfts- & Kinderkonto – Deine Träume für morgen

    Dieses Konto ist für deine langfristigen Ziele und die Zukunft deiner Kinder. Hier geht es um Jahre, nicht um Monate. Auch hierfür eignet sich ein Tagesgeldkonto für kurz- bis mittelfristige Ziele oder ein Depot für langfristige Anlagen.

    • Wofür es da ist:
      • Deine Altersvorsorge: Als Mama ist es super wichtig, auch an dich selbst zu denken. Jedes Jahr im Berufsleben zählt für deine Rente. Selbst wenn du Teilzeit arbeitest oder eine Zeit lang zu Hause bist, kannst du privat vorsorgen.
      • Bildung der Kinder: Ein Startkapital für Studium, Ausbildung oder den Führerschein.
      • Große Träume: Anzahlung für ein Haus, ein Sabbatical, die Weltreise, wenn die Kinder aus dem Haus sind.
    • Wie du hier sparst: Für wirklich langfristige Ziele (ab 10-15 Jahren) sind ETFs (Exchange Traded Funds) eine tolle Möglichkeit. Das klingt vielleicht nach Fachchinesisch, ist aber ganz einfach: Ein ETF ist ein Korb voller Aktien, der einen ganzen Markt abbildet. Du kaufst also nicht einzelne Aktien, sondern streust dein Risiko breit. Du kannst schon mit kleinen Beträgen (z.B. 25 Euro monatlich) einen ETF-Sparplan einrichten. Dein Geld wächst so langfristig mit der Wirtschaft mit.

    Dein Tipp von Anja: Informiere dich über staatliche Förderungen für die Altersvorsorge, wie die Riester-Rente oder die betriebliche Altersvorsorge, falls das für dich infrage kommt. Und für die Kinder: Ein einfacher ETF-Sparplan auf den MSCI World ist ein guter Start. Erkläre es dir selbst so: Du kaufst jeden Monat einen kleinen Anteil an den größten Unternehmen der Welt.

    Aktuelle Zahlen & Fakten, die du als Mama kennen solltest

    Damit du deine Finanzplanung auf soliden Beinen aufbauen kannst, hier ein paar wichtige Infos für Deutschland:

    • Elterngeld 2024/2025:
      • Für Geburten ab dem 1. April 2024 gilt eine neue Einkommensgrenze für Paare: Euer zu versteuerndes Einkommen darf 200.000 Euro nicht überschreiten. Liegt es darüber, habt ihr keinen Anspruch mehr auf Elterngeld.
      • Für Geburten ab dem 1. April 2025 wird diese Grenze weiter auf 175.000 Euro gesenkt.
      • Wichtig: Der gleichzeitige Bezug von Elterngeld für beide Elternteile ist ab dem 1. April 2024 nur noch für maximal einen Monat innerhalb der ersten 12 Lebensmonate des Kindes möglich. Es gibt Ausnahmen bei Frühgeburten, Mehrlingen oder Kindern mit Behinderung. Plant das unbedingt in eurer Elternzeit ein!
    • Kindergeld: Aktuell beträgt das Kindergeld 250 Euro pro Kind und Monat. Dieses Geld ist eine super Unterstützung für die Familie und sollte fest in eurem Budget eingeplant werden.
    • Sparer-Pauschbetrag: Wie schon erwähnt, kannst du Zinserträge bis zu 1.000 Euro (Alleinstehende) bzw. 2.000 Euro (Paare) pro Jahr steuerfrei vereinnahmen. Denk daran, bei deiner Bank einen Freistellungsauftrag zu stellen!
    • Steuerklassen: Die Wahl der Steuerklasse (z.B. 3/5 oder 4/4) kann einen großen Einfluss auf euer monatliches Nettoeinkommen haben. Es lohnt sich, das einmal im Jahr zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen, besonders nach der Geburt eines Kindes oder bei Änderungen der Arbeitszeit.

    Typische Fehler, die du jetzt vermeiden kannst

    Viele Mamas machen unbewusst diese Fehler. Aber du bist jetzt schlauer!

    • Alles auf einem Konto: Wie schon gesagt, das führt schnell zum Chaos.
    • Kein Notgroschen: Das ist der häufigste Fehler und kann bei unvorhergesehenen Ausgaben schnell zu Schulden führen.
    • Kein Budget: Wenn du nicht weißt, wohin dein Geld fließt, kannst du es auch nicht steuern.
    • Fehlende Kommunikation mit dem Partner: Geld ist oft ein Tabuthema, aber in einer Partnerschaft ist es super wichtig, offen darüber zu sprechen und gemeinsame Ziele zu definieren.

    Emotionale Hürden überwinden: Du schaffst das!

    Ich weiß, dass das Thema Geld manchmal überwältigend sein kann. Aber du bist nicht allein mit diesen Gefühlen:

    • "Ich versteh nix von Geld": Du musst keine Finanzexpertin werden. Das 3-Konten-Modell ist bewusst einfach gehalten. Du brauchst nur die Basics.
    • "Das ist mir zu kompliziert": Es geht darum, kleine Schritte zu machen. Fang mit einem Konto an, dann kommt das nächste.
    • "Ich hab keine Zeit": Genau deshalb ist Automatisierung so wichtig! Einmal einrichten, und dann läuft es von selbst. Ein kurzer monatlicher Check-in dauert nur 15 Minuten.
    • "Mein Partner macht das": Es ist toll, wenn ihr euch die Aufgaben teilt. Aber finanzielle Unabhängigkeit und Wissen geben dir Sicherheit. Was, wenn dein Partner mal ausfällt? Es ist wichtig, dass du Bescheid weißt.

    Praktische Umsetzung im Familienalltag: Deine Checkliste

    Bereit, loszulegen? Hier ist dein Schritt-für-Schritt-Plan:

    1. Konten checken & eröffnen:
      • Schau dir deine aktuellen Konten an. Hast du schon ein Tagesgeldkonto? Wenn nicht, eröffne eines bei deiner Hausbank oder einer Direktbank (oft bessere Zinsen).
      • Überlege, ob du ein drittes Konto (Tagesgeld oder Depot) für langfristige Ziele brauchst.
    2. Konten benennen (optional, aber hilfreich):
      • "Alltag & Fixkosten"
      • "Notgroschen & Puffer"
      • "Zukunft & Kinder" Das hilft dir mental bei der Zuordnung.
    3. Einkommen zuordnen:
      • Leite dein Gehalt, Kindergeld, Elterngeld auf dein Alltagskonto.
    4. Daueraufträge einrichten:
      • Alle Fixkosten vom Alltagskonto direkt am Monatsanfang abbuchen lassen.
      • Richte einen Dauerauftrag vom Alltagskonto auf dein Notgroschen-Konto ein (z.B. 50-100 Euro).
      • Richte einen Dauerauftrag vom Alltagskonto auf dein Zukunfts-/Kinderkonto ein (z.B. 25-50 Euro für den ETF-Sparplan).
    5. Budget erstellen:
      • Nutze eine einfache App (z.B. Finanzguru, Outbank) oder eine Excel-Tabelle, um deine variablen Ausgaben zu tracken. Wo geht dein Geld hin? Wo kannst du vielleicht sparen?
    6. Regelmäßiger Finanz-Check:
      • Nimm dir einmal im Monat 15-30 Minuten Zeit, um deine Konten zu überprüfen. Passt noch alles? Musst du etwas anpassen?
    7. Kommunikation mit dem Partner:
      • Setzt euch regelmäßig zusammen und sprecht über eure Finanzen und Ziele. Das schafft Vertrauen und gemeinsame Verantwortung.

    Beispielrechnung: So könnte es aussehen

    Nehmen wir an, ihr habt als Familie monatlich 3.000 Euro Nettoeinkommen (Gehalt + Kindergeld + Elterngeld).

    • Konto 1: Alltagskonto
      • Eingang: 3.000 Euro
      • Abgang Fixkosten (Miete, Strom, Versicherungen, Kita): 1.800 Euro
      • Abgang Dauerauftrag Notgroschen: 100 Euro
      • Abgang Dauerauftrag Zukunft: 50 Euro
      • Verbleibend für variable Kosten (Lebensmittel, Freizeit, etc.): 1.050 Euro
    • Konto 2: Notgroschen- & Pufferkonto
      • Eingang: 100 Euro monatlich
      • Nach 12 Monaten: 1.200 Euro (plus Zinsen)
    • Konto 3: Zukunfts- & Kinderkonto
      • Eingang: 50 Euro monatlich
      • Nach 12 Monaten: 600 Euro (im ETF-Sparplan, der langfristig wächst)

    Du siehst: Mit nur 150 Euro monatlich, die du "wegsortierst", baust du dir ein solides Fundament auf!

    Fazit: Du hast die Kontrolle!

    Liebe Mama, du bist eine Heldin im Alltag. Du managst so vieles gleichzeitig. Warum nicht auch deine Finanzen? Das 3-Konten-Modell ist kein Hexenwerk, sondern ein einfacher, effektiver Weg, um den Überblick zu behalten, finanzielle Sicherheit aufzubauen und deine Träume zu verwirklichen.

    Du musst nicht alles auf einmal perfekt machen. Fang klein an, sei geduldig mit dir und feiere jeden kleinen Erfolg. Jeder Schritt zählt! Du wirst sehen, wie viel Ruhe und Selbstvertrauen dir das gibt, wenn du weißt, dass du deine Finanzen im Griff hast.

    Du bist stark, du bist klug, und du schaffst das!

    Alles Liebe, Eure Anja 💚

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    Anja Fischer
    Geschrieben von

    Anja Fischer

    Mama von drei Jungs (2019, 2021, 2023) und ganz nebenbei auch noch Gästehaus-Betreiberin und Content-Creatorin. Oder in kurz: Mama und Unternehmerin. Ich teile das, was für uns funktioniert - von Tipps & Tricks aus dem Mama-Alltag über Rezepte, Bastelideen, Orga- und Finanz-Tipps und vieles vieles mehr.

    Zuletzt aktualisiert: 7. Juni 2024

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