Familienabos & Verträge: Diese solltet ihr dringend prüfen
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    Familienabos & Verträge: Diese solltet ihr dringend prüfen

    10 min Lesezeit
    Inhaltsverzeichnis
    8 Abschnitte

    Ihr Lieben Mamas,

    kennt ihr das Gefühl? Der Alltag mit Kindern ist ein Wirbelwind aus Terminen, Wäschebergen und dem ewigen Gedanken: "Habe ich auch wirklich an alles gedacht?" Zwischen Windeln wechseln, Brei kochen und Schulbrote schmieren bleibt oft kaum Zeit für uns selbst, geschweige denn für die Finanzen. Doch genau heute möchte ich mit euch über ein Thema sprechen, das euch vielleicht im ersten Moment überfordert, aber so unglaublich wichtig ist: Eure Familienabos und Verträge.

    Ich weiß, das klingt nach Arbeit, nach Zahlen und vielleicht nach "Das macht doch mein Mann" oder "Das verstehe ich sowieso nicht". Aber glaubt mir, meine Liebe, das ist einfacher, als du denkst, und es kann einen riesigen Unterschied für euer Familienbudget machen. Es ist wie ein Frühjahrsputz für eure Finanzen, und ich bin hier, um euch Schritt für Schritt dabei zu begleiten.

    Familienabos & Verträge: Diese solltet ihr dringend prüfen!

    Warum ist das gerade jetzt so wichtig? Weil sich in den letzten Monaten und Jahren viel getan hat. Die Preise steigen gefühlt überall, und gleichzeitig gibt es wichtige Änderungen bei staatlichen Leistungen, die viele Familien direkt betreffen. Es ist Zeit, das Ruder in die Hand zu nehmen und zu schauen, wo ihr unnötige Kostenfallen schließen könnt. Jeder gesparte Euro ist ein Euro mehr für die Familienkasse, für einen kleinen Wunsch, für ein Notfallpolster oder einfach für ein bisschen mehr Gelassenheit im Alltag.

    Warum gerade jetzt? Die finanzielle Realität 2024/2025

    Inflation, steigende Lebenshaltungskosten – das sind keine leeren Worte, sondern Realität in unseren Supermärkten und an der Tankstelle. Gleichzeitig gibt es eine wichtige Änderung beim Elterngeld, die viele von euch betrifft und die das Thema Sparen noch dringlicher macht:

    • Neue Einkommensgrenzen beim Elterngeld: Für Geburten ab dem 1. April 2024 wurde die Einkommensgrenze für den Anspruch auf Elterngeld für Paare von 300.000 Euro auf 200.000 Euro zu versteuerndes Einkommen gesenkt. Für Alleinerziehende liegt die Grenze bei 150.000 Euro. Ab dem 1. April 2025 sinkt die Grenze für Paare sogar noch weiter auf 175.000 Euro. Das bedeutet, dass mehr Familien keinen Anspruch mehr auf Elterngeld haben oder sich zumindest fragen müssen, wie sie diese Lücke schließen können.
    • Teilzeit und Elternzeit: Viele von euch sind in Teilzeit oder in Elternzeit, und das bedeutet oft ein geringeres Einkommen. Wenn dein monatliches Einkommen beispielsweise auf 2.000 Euro brutto reduziert ist, dann machen selbst kleine monatliche Ersparnisse von 50 oder 100 Euro einen riesigen Unterschied. Das sind dann 600 bis 1.200 Euro im Jahr, die ihr anderweitig nutzen könnt!

    Es geht nicht darum, sich alles zu verbieten, sondern darum, bewusst zu entscheiden, wofür ihr euer hart verdientes Geld ausgebt.

    Die größten Kostenfallen im Familienalltag – Wo verstecken sich die Geldfresser?

    Lasst uns mal ehrlich sein: Wir alle lieben Bequemlichkeit. Ein Klick hier, ein Abo dort, und schon haben wir Zugang zu Filmen, Musik oder praktischen Lieferdiensten. Aber genau da lauern die Fallen.

    • Digitale Dienste (Streaming, Cloud, Gaming):

      • Die Falle: Netflix, Disney+, Spotify, Amazon Prime, Apple Music, diverse Cloud-Dienste, Gaming-Abos für die Kids... Schnell sind da fünf, sechs oder mehr Abos aktiv. Oft nutzen wir sie gar nicht alle regelmäßig oder haben sogar doppelte Funktionen.
      • Dein Check: Welche Dienste nutzt ihr wirklich jede Woche? Braucht ihr wirklich alle drei Streaming-Dienste gleichzeitig? Gibt es Familienpakete, die günstiger sind, aber auch hier: Werden sie voll ausgeschöpft?
    • Telekommunikation & Internet:

      • Die Falle: Handyverträge, Internet- und Festnetzpakete. Oft verlängern sich Verträge automatisch zu schlechteren Konditionen, oder ihr zahlt noch für Leistungen, die ihr gar nicht mehr braucht (z.B. Festnetz, wenn ihr nur noch mobil telefoniert). Die Vertragsverlängerungsfalle schlägt hier besonders oft zu.
      • Dein Check: Wann laufen eure Verträge aus? Gibt es günstigere Tarife bei anderen Anbietern? Braucht ihr wirklich das größte Datenpaket für jedes Familienmitglied? Vergleichsportale wie Verivox oder Check24 können hier Wunder wirken.
    • Versicherungen:

      • Die Falle: Doppelversicherungen (z.B. zwei Hausratversicherungen, wenn ihr zusammenzieht), unnötige Versicherungen (z.B. Handyversicherung, die im Schadensfall kaum zahlt) oder veraltete Policen. Gerade in der Elternzeit ist es wichtig, die Berufsunfähigkeitsversicherung zu prüfen: Ist sie noch passend, wenn sich dein Einkommen oder deine Arbeitszeit geändert hat? Auch bei Riester- oder Rürup-Verträgen lohnt sich ein Blick: Sind sie noch sinnvoll für eure aktuelle Lebenssituation und Einkommensplanung?
      • Dein Check: Habt ihr wirklich alle Versicherungen, die ihr braucht, und keine, die ihr nicht braucht? Lasst euch von einem unabhängigen Berater helfen, der eure bestehenden Verträge prüft und euch auf Doppelungen oder Lücken hinweist.
    • Fitnessstudios & Sportvereine:

      • Die Falle: Der gute Vorsatz war da, aber die Zeit mit Kindern lässt das regelmäßige Training nicht zu. Das Abo läuft aber weiter.
      • Dein Check: Wie oft warst du in den letzten drei Monaten wirklich dort? Gibt es günstigere Alternativen wie Online-Kurse oder Sport im Park?
    • Abo-Boxen & Lieferdienste:

      • Die Falle: Von Kochboxen über Beauty-Boxen bis hin zu Spielzeug-Abos – die Auswahl ist riesig. Sie sind praktisch, aber oft teurer als der Einzelkauf und führen zu Impulskäufen oder Dingen, die man nicht wirklich braucht.
      • Dein Check: Sind diese Abos wirklich eine Erleichterung oder eher eine teure Gewohnheit? Könntet ihr die Produkte auch gezielter und günstiger kaufen?
    • Print- & Digitalmedien:

      • Die Falle: Zeitungsabos, Zeitschriften, kostenpflichtige Apps für Nachrichten oder spezielle Interessen.
      • Dein Check: Lest ihr die Zeitung noch regelmäßig? Nutzt ihr die Apps wirklich so oft, dass sich das Abo lohnt?
    • Energieverträge (Strom, Gas):

      • Die Falle: Viele bleiben aus Bequemlichkeit beim Grundversorger oder verpassen es, Tarife zu wechseln, obwohl der Markt ständig neue Angebote bereithält.
      • Dein Check: Wann habt ihr das letzte Mal euren Strom- oder Gasanbieter verglichen? Mit Vergleichsportalen wie Verivox oder Check24 könnt ihr oft mit wenigen Klicks Hunderte von Euros im Jahr sparen.

    "Ich hab doch gar keine Zeit dafür!" – Emotionale Hürden überwinden

    Ich höre dich, meine Liebe. Ich weiß, wie voll dein Kopf ist. "Wo soll ich anfangen?", "Das ist mir zu kompliziert!", "Mein Mann macht das doch immer." Diese Gedanken sind völlig normal. Aber ich verspreche dir: Du musst kein Finanzprofi werden, um hier Ordnung zu schaffen.

    • "Ich versteh nix von Geld": Das ist Quatsch! Du managst einen ganzen Haushalt, organisierst den Familienalltag und triffst täglich Hunderte von Entscheidungen. Das ist viel komplexer als ein paar Verträge zu prüfen. Wir machen das Schritt für Schritt, ganz einfach.
    • "Das ist mir zu kompliziert": Wir zerlegen das in kleine, machbare Häppchen. Du musst nicht alles auf einmal machen. Nimm dir jeden Tag 15 Minuten oder eine halbe Stunde am Wochenende.
    • "Mein Mann macht das": Das ist super, wenn ihr die Aufgaben teilt. Aber es ist auch unglaublich stärkend, wenn du selbst den Überblick hast und mitreden kannst. Es geht um euer Geld, eure Familie. Und wer weiß, vielleicht entdeckt ihr gemeinsam noch mehr Sparpotenzial!

    Dein 4-Schritte-Plan zur Finanz-Freiheit

    Bereit? Dann legen wir los! Das ist dein persönlicher Fahrplan, um die Kontrolle über eure Abos und Verträge zurückzugewinnen.

    1. Inventur: Was habe ich überhaupt?

      • Sammeln: Schnapp dir einen Kaffee, dein Tablet oder einen Notizblock.
      • Durchforsten: Schau dir deine letzten drei bis sechs Monatsauszüge deines Girokontos und deiner Kreditkarten an. Geh sie Zeile für Zeile durch.
      • Liste erstellen: Notiere JEDES Abo, JEDEN Dauerauftrag, JEDEN Vertrag, der monatlich oder jährlich abgebucht wird. Schreib dazu den Anbieter, den Betrag und wenn möglich, das Startdatum und die Kündigungsfrist.
      • Tipp: Auch in deinem E-Mail-Postfach findest du oft Bestätigungen für Abos oder Vertragsverlängerungen.
    2. Analyse: Was brauche ich wirklich?

      • Bewerten: Geh deine Liste durch und stelle dir bei jedem Punkt folgende Fragen:
        • Nutzen wir das wirklich regelmäßig?
        • Ist es uns das Geld wert?
        • Gibt es eine günstigere Alternative?
        • Haben wir das vielleicht doppelt (z.B. zwei Cloud-Dienste)?
        • Ist der Vertrag noch zeitgemäß (z.B. Handyvertrag mit zu wenig Datenvolumen oder zu viel ungenutztem)?
      • Priorisieren: Markiere die Abos, die du definitiv behalten möchtest, die du infrage stellst und die du kündigen möchtest.
    3. Handeln: Kündigen, Verhandeln, Wechseln!

      • Kündigen: Für alle Abos, die ihr nicht mehr braucht: Prüfe die Kündigungsfristen! Viele Anbieter haben mittlerweile eine monatliche Kündigungsfrist, aber bei älteren Verträgen können es auch 3, 6 oder 12 Monate sein. Nutze Online-Dienste wie Aboalarm oder die Kündigungsfunktion direkt beim Anbieter.
      • Verhandeln: Bei Verträgen, die du behalten möchtest, aber die dir zu teuer erscheinen (z.B. Internet, Handy, Versicherungen): Ruf deinen Anbieter an! Sag, dass du über einen Wechsel nachdenkst, und frag nach besseren Konditionen. Oft gibt es Treueangebote oder günstigere Tarife für Bestandskunden.
      • Wechseln: Für Strom, Gas, Internet oder auch Handyverträge: Nutze Vergleichsportale! Gib deine Daten ein und lass dir die günstigsten Angebote anzeigen. Der Wechsel ist oft einfacher, als du denkst, und die Portale übernehmen viel Bürokratie für dich.
    4. Kontinuierliche Kontrolle: Bleib am Ball!

      • Regelmäßiger Check: Mach diese Inventur einmal im Jahr, zum Beispiel immer im Januar oder zu deinem Geburtstag. So behältst du den Überblick.
      • Daueraufträge prüfen: Schau dir auch deine Daueraufträge an. Sind alle noch aktuell und notwendig?
      • Bewusst entscheiden: Bevor du ein neues Abo abschließt, frag dich: Brauche ich das wirklich? Ist es mir das Geld wert?

    Ein Rechenbeispiel, das Mut macht

    Stell dir vor, du findest nur ein paar kleine Posten, die du streichen oder optimieren kannst:

    • Ein Streaming-Dienst, den ihr kaum nutzt: -12 €/Monat
    • Ein Abo für eine Zeitschrift, die ungelesen bleibt: -5 €/Monat
    • Dein Handyvertrag ist zu teuer, du findest einen günstigeren Tarif: -10 €/Monat
    • Das Fitnessstudio, in dem du schon lange nicht mehr warst: -30 €/Monat
    • Ein Abo für eine Kochbox, die ihr nur selten bestellt: -25 €/Monat

    Das sind zusammen 82 Euro im Monat!

    82 Euro x 12 Monate = 984 Euro im Jahr!

    Fast 1.000 Euro im Jahr, die ihr plötzlich mehr habt! Wenn dein Einkommen durch Elternzeit oder Teilzeit auf, sagen wir, 2.000 Euro brutto reduziert ist, dann sind diese 82 Euro eine enorme Entlastung. Das ist Geld für einen Kurzurlaub, für neue Schuhe für die Kinder, für ein schönes Abendessen zu zweit oder einfach für ein beruhigendes Polster auf dem Sparkonto. Siehst du, wie viel du bewirken kannst?

    Steuern und Freibeträge – Warum jede Ersparnis zählt

    Auch wenn wir hier keine tiefgehende Steuerberatung machen, ist es gut zu wissen, dass jede Ersparnis sich auf euer gesamtes Finanzbild auswirkt. Wenn ihr Geld spart, habt ihr mehr Spielraum für andere Dinge. Das kann bedeuten, dass ihr mehr Geld auf ein Sparkonto legen könnt, das dann unter den Sparer-Pauschbetrag fällt (aktuell 1.000 Euro für Singles, 2.000 Euro für Ehepaare – bis zu dieser Grenze sind Kapitalerträge steuerfrei).

    Auch die Steuerklassenwahl oder der Kinderfreibetrag sind wichtige Themen für Familien, die ihr im Blick haben solltet. Aber der erste Schritt ist immer, die Ausgaben zu kontrollieren. Denn nur was da ist, kann auch gespart oder investiert werden.

    Du schaffst das!

    Ich weiß, es ist viel Information auf einmal. Aber nimm dir diesen Artikel als deinen persönlichen Leitfaden. Fang klein an. Nimm dir heute nur eine Kategorie vor, zum Beispiel die Streaming-Dienste. Morgen die Handyverträge. Jeder kleine Schritt bringt dich näher zu mehr finanzieller Freiheit und Gelassenheit.

    Du bist eine starke Mama, die jeden Tag Unglaubliches leistet. Und du bist absolut in der Lage, auch diesen Bereich deines Familienlebens in den Griff zu bekommen. Ich glaube an dich!

    Alles Liebe, Eure Anja 💚

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    Kommentare (4)

    Kommentare werden vor Veröffentlichung geprüft.

    K. Meiervor mehr als 1 Jahr

    Das kenn ich! Man schiebt das immer vor sich her, aber jetzt mit dem Elterngeld is es echt dringender geworden. Muss da endlich mal ran. 😅

    Anja• Antwort

    Das höre ich oft! Aber jeder kleine Schritt zählt und es lohnt sich wirklich. Du schaffst das! 💪

    Sandravor mehr als 1 Jahr

    Uff, ja genau das is es! Der Finanz-Frühjahrsputz is echt überfällig bei uns. Danke für den Anstoß, Sandra!

    Anja• Antwort

    Gerne! Das kenn ich nur zu gut, freut mich wenn's anregt.

    Mara K.vor mehr als 1 Jahr

    Das mit dem Elterngeld hab ich auch schon gelesen und macht mir Sorgen. Welche Verträge meinst du denn genau, die man da am besten zuerst checken sollte? Unsere Handyverträge vielleicht? Bin gespannt auf mehr Details!

    Anja• Antwort

    Ja, Handyverträge sind oft ein guter Start! Oder Versicherungen. Bleib dran, dazu kommt noch mehr! 😊

    Sophievor mehr als 1 Jahr

    Genau das brauchte ich! Fühl mich gleich motivierter, da mal dranzugehen. Jeder gesparte Euro is echt Gold wert für die Familie! ✨

    Anja• Antwort

    Super, das freut mich riesig! 💪 Genau das ist die Idee dahinter.

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    Anja Fischer
    Geschrieben von

    Anja Fischer

    Mama von drei Jungs (2019, 2021, 2023) und ganz nebenbei auch noch Gästehaus-Betreiberin und Content-Creatorin. Oder in kurz: Mama und Unternehmerin. Ich teile das, was für uns funktioniert - von Tipps & Tricks aus dem Mama-Alltag über Rezepte, Bastelideen, Orga- und Finanz-Tipps und vieles vieles mehr.

    Zuletzt aktualisiert: 9. August 2024

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