Ihr Lieben Mamas,
Hand aufs Herz: Fühlt sich das Thema Geld manchmal auch an wie ein riesiger, unübersichtlicher Berg? Gerade wenn man nach der Arbeit noch drei Kinder versorgen, den Haushalt managen und vielleicht noch die Gedanken um die nächste Elterngeld-Auszahlung jonglieren muss. Ich verstehe das nur zu gut! Aber wisst ihr was? Ein gesundes Geldgefühl ist eine der wichtigsten Fähigkeiten, die wir unseren Kindern mit auf den Weg geben können. Und das Beste daran: Du musst kein Finanzprofi sein, um das zu schaffen! Es geht nicht um komplizierte Aktienkurse oder Steuererklärungen, sondern darum, ein Gefühl für den Wert des Geldes zu entwickeln, Wünsche zu priorisieren und den Konsum bewusst zu gestalten. Lass uns gemeinsam schauen, wie das ganz einfach im Alltag gelingen kann.
Warum ein gesundes Geldgefühl so wichtig ist – Mehr als nur Zahlen
Stell dir vor, deine Kinder wachsen zu selbstbewussten Erwachsenen heran, die wissen, wie sie mit ihrem Geld umgehen, die sparen können, wenn sie etwas wirklich wollen, und die nicht bei jeder Werbung sofort zugreifen müssen. Klingt gut, oder? Genau darum geht es bei der Finanzbildung für Kinder. Es ist die Basis für ein selbstbestimmtes Leben, in dem sie ihre Träume verwirklichen können, ohne ständig in finanziellen Schwierigkeiten zu stecken.
Die Basis für ein selbstbestimmtes Leben
Ein gesundes Geldgefühl bedeutet, zu verstehen, dass Geld nicht unendlich ist, dass man dafür arbeiten muss und dass Entscheidungen rund ums Geld Konsequenzen haben. Es geht darum, finanzielle Resilienz aufzubauen – also die Fähigkeit, auch mal mit Rückschlägen umzugehen oder auf etwas zu verzichten. Das ist so viel mehr als nur Rechnen; es ist eine Lebenskompetenz, die weit über den Geldbeutel hinausgeht und Selbstvertrauen stärkt.
Taschengeld: Der erste Schritt zur finanziellen Freiheit
Das Taschengeld ist der absolute Klassiker und gleichzeitig das beste Übungsfeld für unsere Kinder. Es ist ihr erstes eigenes Budget, mit dem sie lernen, Entscheidungen zu treffen.
Wann anfangen und wie viel ist richtig?
Die Frage, wann der richtige Zeitpunkt ist und wie viel Taschengeld angemessen ist, beschäftigt viele Mamas. Meine Empfehlung: Fang früh an, sobald dein Kind Zahlen versteht und kleine Wünsche äußert. Das ist oft schon im Vorschulalter der Fall. Wichtig ist, dass es eine regelmäßige, verlässliche Zahlung ist.
Hier ist eine Taschengeld-Tabelle als Orientierungshilfe (diese Werte sind Empfehlungen und können je nach Lebenshaltungskosten und Familieneinkommen variieren):
- 5-6 Jahre: 0,50 € – 1,00 € pro Woche
- 7-8 Jahre: 1,50 € – 2,00 € pro Woche
- 9-10 Jahre: 2,50 € – 3,50 € pro Woche
- 11-12 Jahre: 4,00 € – 5,00 € pro Woche
- 13-14 Jahre: 6,00 € – 8,00 € pro Woche
- Ab 15 Jahren: 10,00 € – 15,00 € pro Woche (oder monatlich, je nach Absprache)
Wichtig: Fang klein an! Es geht nicht darum, dass sie sich sofort alles kaufen können, sondern darum, den Umgang mit einer festen Summe zu lernen.
Die goldenen Regeln fürs Taschengeld
Damit das Taschengeld seine volle Wirkung entfalten kann, gibt es ein paar einfache Regeln:
- Regelmäßigkeit ist das A und O: Zahle das Taschengeld pünktlich und in festen Abständen (z.B. jeden Montag oder am ersten des Monats). Das schafft Verlässlichkeit.
- Keine "Strafen": Das Taschengeld ist kein Erziehungsmittel, das bei schlechtem Benehmen gekürzt wird. Es ist ein Lernwerkzeug für den Umgang mit Geld.
- Eigenverantwortung fördern: Dein Kind entscheidet, wofür es sein Taschengeld ausgibt. Auch wenn es mal etwas "Sinnloses" kauft oder das Geld zu schnell weg ist – das ist Teil des Lernprozesses. Kommentiere es nicht abwertend, sondern frage lieber: "Wie fühlst du dich jetzt, wo das Geld weg ist?"
- Kein Nachschuss: Ist das Geld weg, ist es weg. Das ist hart, aber es lehrt den Wert des Geldes und die Konsequenz von Ausgaben.




