Ihr Lieben Mamas,
Hand aufs Herz: Wenn du nach einem langen Tag, an dem du vielleicht gearbeitet, den Haushalt geschmissen und nebenbei noch drei kleine Menschen versorgt hast, abends auf dem Sofa sitzt, ist das Letzte, woran du denken willst, wahrscheinlich deine Finanzplanung. Ich verstehe das so gut! Der Kopf ist voll, die To-Do-Liste endlos, und das Thema Geld fühlt sich oft kompliziert und beängstigend an.
Vielleicht denkst du: "Vermögen aufbauen? Mit Kindern? Und dann noch in Teilzeit oder Elternzeit? Das ist doch ein Witz!" Oder: "Ich versteh nix von Geld, das macht mein Partner." Aber genau hier möchte ich dich abholen, meine Liebe. Es geht nicht darum, über Nacht zur Finanzexpertin zu werden oder jeden Cent umzudrehen. Es geht darum, realistische Schritte zu gehen, die dir und deiner Familie langfristig Sicherheit und Freiheit schenken. Und glaub mir, du bist viel fähiger, als du denkst!
Inflation, steigende Preise, und dann noch die Unsicherheit, wie es finanziell weitergeht – all das kann Sorgen bereiten. Aber wir schauen uns das jetzt gemeinsam an. Ganz entspannt, Schritt für Schritt, als würden wir beim Kaffee zusammensitzen.
1. Die Basis schaffen: Wo stehst du eigentlich?
Bevor wir ans Investieren denken, müssen wir wissen, wo das Geld überhaupt hinfließt. Das ist wie beim Hausbau: Ohne ein stabiles Fundament bringt das schönste Dach nichts.
Dein finanzieller Überblick: Das Haushaltsbuch 2.0
Ich weiß, "Haushaltsbuch" klingt nach Omas Zeiten und viel Arbeit. Aber es ist der Game Changer! Du musst es nicht perfekt machen, fang einfach an.
- Analog: Ein Notizbuch, in das du alle Einnahmen und Ausgaben schreibst.
- Digital: Eine App (z.B. Finanzguru, Outbank) oder eine einfache Excel-Tabelle. Viele Banken bieten auch gute Übersichten in ihren Online-Banking-Portalen.
Warum das so wichtig ist? Du siehst schwarz auf weiß, wohin dein Geld verschwindet. Oft sind es kleine Beträge, die sich summieren. Der Kaffee unterwegs, das Abo, das du nicht mehr nutzt – das sind die "Geldlecks".
Mein Tipp: Probiere es einen Monat lang aus. Du wirst überrascht sein, welche Erkenntnisse du gewinnst!
Der Notgroschen: Dein Sicherheitsnetz für alle Fälle
Stell dir vor, die Waschmaschine geht kaputt, das Auto streikt oder dein Kind braucht dringend neue Schuhe. Ohne Notgroschen kann das schnell zur finanziellen Katastrophe werden.
Dein Notgroschen sollte 3 bis 6 Monatsausgaben abdecken. Ja, das klingt viel, aber es ist deine absolute Priorität!
So berechnest du ihn:
- Schau in dein Haushaltsbuch: Was gibst du im Schnitt pro Monat aus (Miete, Lebensmittel, Versicherungen, etc.)? Sagen wir, es sind 2.000€.
- Multipliziere das mit 3 bis 6. Dein Notgroschen sollte also zwischen 6.000€ und 12.000€ liegen.
Wo parkst du ihn? Auf einem Tagesgeldkonto. Da ist das Geld sicher, jederzeit verfügbar und bringt vielleicht sogar ein paar Zinsen. Wichtig ist, dass es nicht auf deinem Girokonto liegt, damit du nicht in Versuchung kommst, es auszugeben.
Schulden abbauen: Befreie dich von Zinslasten
Bevor du ans Investieren denkst, solltest du hochverzinste Schulden (z.B. Dispokredit, Kreditkarten-Schulden) unbedingt zuerst tilgen. Die Zinsen fressen deine Ersparnisse auf und machen jeden Vermögensaufbau zunichte. Stell dir vor, du zahlst 10% Zinsen auf deine Schulden – das ist eine Rendite, die du erstmal erwirtschaften musst!




