Ihr Lieben Mamas,
Stell dir vor, wir sitzen zusammen bei einer Tasse Kaffee, die Kinder spielen friedlich (oder auch nicht, wir kennen das ja!), und wir reden mal ganz offen über ein Thema, das uns oft Sorgen macht, aber über das wir viel zu selten sprechen: unser Geld. Genauer gesagt, über dein Sparbuch. Ich weiß, es fühlt sich sicher an, es ist vertraut, und vielleicht hast du es schon seit Ewigkeiten. Aber ich muss dir heute etwas Wichtiges erzählen, etwas, das dir vielleicht nicht sofort gefällt, aber das dir langfristig helfen wird, deine finanzielle Zukunft selbst in die Hand zu nehmen: Dein Sparbuch ist leider keine Vorsorge. Es ist eher eine Illusion von Sicherheit, die uns teuer zu stehen kommen kann.
Ich verstehe dich total, wenn du jetzt denkst: "Oh Gott, schon wieder so ein Finanzthema, das ist mir zu kompliziert!" oder "Ich hab doch gar keine Zeit dafür, wenn ich nach der Arbeit noch drei Kinder versorgen muss und der Haushalt ruft!" Aber genau deshalb bin ich heute hier, um es dir so einfach wie möglich zu erklären, ohne Fachchinesisch, und dir zu zeigen, dass du das schaffen kannst. Es geht darum, dich und deine Familie abzusichern, damit du dir keine Sorgen machen musst, wenn du älter wirst oder wenn mal etwas Unerwartetes passiert.
Die trügerische Sicherheit des Sparbuchs: Warum es dein Geld frisst
Dein Sparbuch fühlt sich an wie ein sicherer Hafen, oder? Das Geld ist da, du kannst es jederzeit abheben. Aber lass uns mal genauer hinschauen, was in Wirklichkeit mit deinem hart ersparten Geld passiert.
Der stille Dieb: Inflation
Stell dir vor, du hast heute 100 Euro auf deinem Sparbuch. In einem Jahr gehst du damit einkaufen. Kannst du dafür noch genauso viel kaufen wie heute? Wahrscheinlich nicht. Das liegt an der Inflation. Die Inflation ist wie ein stiller Dieb, der über die Zeit die Kaufkraft deines Geldes mindert. Wenn die Preise steigen, aber dein Geld auf dem Sparbuch kaum Zinsen abwirft, wird es real weniger wert.
- Beispiel: Wenn die Inflation bei 3 % liegt (was in den letzten Jahren oft der Fall war und auch höher sein kann), und dein Sparbuch nur 0,1 % Zinsen bringt, dann verliert dein Geld jedes Jahr real 2,9 % an Wert. Das bedeutet, nach 10 Jahren kannst du mit dem gleichen Betrag deutlich weniger kaufen. Dein Geld wird nicht mehr, sondern weniger.
Zinsen, die keine sind
Hand aufs Herz: Wie hoch sind die Zinsen auf deinem Sparbuch? Meistens sind sie verschwindend gering, oft nur im Bereich von 0,01 % bis 0,5 %. Das ist so wenig, dass es nicht einmal die Inflation ausgleichen kann. Es ist, als würdest du versuchen, einen Eimer mit einem Loch zu füllen – es läuft immer mehr raus, als reinkommt.
Steuern knabbern auch noch mit
Selbst von den wenigen Zinsen, die du bekommst, musst du in Deutschland noch Abgeltungssteuer zahlen. Der Sparer-Pauschbetrag liegt bei 1.000 Euro für Alleinstehende und 2.000 Euro für Verheiratete (Stand 2024). Wenn deine Zinserträge diesen Betrag übersteigen, werden 25 % Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer fällig. Bei den aktuellen Sparbuchzinsen ist das zwar selten ein Problem, aber es zeigt, dass selbst die kleinsten Gewinne noch geschmälert werden.
Die verpasste Chance: Opportunitätskosten
Das größte Problem des Sparbuchs sind die Opportunitätskosten. Das ist ein schickes Wort dafür, was du verpasst, wenn du dein Geld nicht anders anlegst. Während dein Geld auf dem Sparbuch langsam an Wert verliert, könnten andere Anlageformen, wie zum Beispiel ETFs, über die wir gleich sprechen, dein Geld für dich arbeiten lassen und es vermehren. Du verzichtest auf mögliche Gewinne, die dein Vermögen wirklich wachsen lassen könnten.




