Diese Anlageformen eignen sich für Kinder wirklich
    💰 Sparen für dein Kind

    Diese Anlageformen eignen sich für Kinder wirklich

    10 min Lesezeit
    Inhaltsverzeichnis
    13 Abschnitte

    Ihr Lieben Mamas,

    ich weiß genau, wie das ist: Der Alltag mit Kindern ist ein Wirbelwind aus Liebe, Lachen, aber auch aus unzähligen To-dos und Sorgen. Und dann kommt da noch das Thema Finanzen dazu – puh! Ich verstehe total, wenn du denkst: "Oh Gott, das ist mir zu kompliziert, dafür habe ich weder Zeit noch Nerven!" Oder vielleicht hörst du oft den Satz: "Mein Mann kümmert sich darum." Aber hey, ich bin hier, um dir zu zeigen, dass du das auch kannst! Du musst keine Finanzexpertin werden, um die Weichen für die Zukunft deines Kindes zu stellen. Es geht darum, ein paar einfache Dinge zu verstehen und dann den Autopiloten einzuschalten.

    Lass uns mal ganz entspannt bei einer Tasse Kaffee darüber sprechen, wie du wirklich gute Entscheidungen für das Geld deiner Kleinen triffst. Denn mal ehrlich, wer wünscht sich nicht, dass der Nachwuchs später einen guten Start hat – sei es für den Führerschein, das Studium, eine Ausbildung oder sogar die erste eigene Wohnung?

    Warum es sich lohnt, jetzt anzufangen (und keine Angst vor "zu kompliziert" zu haben!)

    Vielleicht denkst du: "Wir haben doch gerade erst das Elterngeld beantragt, und jetzt soll ich schon an Investments denken?" Ja, genau jetzt ist der perfekte Zeitpunkt! Auch wenn das Elterngeld 2024/2025 mit neuen Einkommensgrenzen kommt (für Paare liegt die Grenze 2024 bei 200.000 Euro zu versteuerndem Einkommen, ab 2025 bei 175.000 Euro; für Alleinerziehende bei 150.000 Euro), bleibt die Grundidee: Jeder Euro, den du heute für dein Kind anlegst, hat viel mehr Zeit, zu wachsen. Das ist der Zinseszinseffekt – dein bester Freund im Finanzbereich!

    Ich weiß, die Angst vor Fehlern oder das Gefühl der Überforderung ist riesig. Gerade als Mama hat man oft das Gefühl, alles perfekt machen zu müssen. Aber beim Thema Geldanlage für Kinder geht es nicht um Perfektion, sondern um den Start und die Kontinuität. Und ich verspreche dir, es ist einfacher, als du denkst.

    Typische Fallen, in die wir Mamas tappen (und wie du sie umgehst!)

    Bevor wir zu den guten Lösungen kommen, lass uns kurz über die Dinge sprechen, die uns oft davon abhalten, anzufangen oder die uns in die Irre führen:

    • "Mein Mann macht das schon": Klar, vielleicht hat er mehr Ahnung oder Interesse. Aber es ist so wichtig, dass DU verstehst, was mit dem Geld deines Kindes passiert. Es gibt dir Sicherheit und Unabhängigkeit. Und wer weiß, vielleicht entdeckst du ja sogar eine neue Leidenschaft!
    • Angst vor dem "falschen" Produkt: Es gibt so viele Angebote! Sparbücher, Bausparverträge, Fonds... Da den Überblick zu behalten, ist schwer. Aber wir konzentrieren uns auf das, was wirklich sinnvoll ist.
    • Zu konservativ sein (Sparbuch-Falle): Ein Sparbuch ist sicher, ja. Aber die Zinsen sind oft so niedrig, dass die Inflation dein Geld auffrisst. Dein Geld verliert an Kaufkraft, statt zu wachsen.
    • Zu aggressiv sein (Zocker-Falle): Einzelne Aktien können verlockend sein, wenn man von schnellen Gewinnen hört. Aber das ist riskant und für Kindergeldanlagen, die langfristig sicher wachsen sollen, absolut nicht geeignet.
    • Keinen Plan haben: Einfach mal "irgendwas" abschließen, ohne zu wissen, warum. Das führt oft zu teuren Fehlern oder dazu, dass man das Thema schnell wieder aufgibt.

    Diese Anlageformen eignen sich für Kinder WIRKLICH

    Jetzt kommen wir zum Kern der Sache. Es gibt ein paar wirklich gute Optionen, die einfach zu verstehen sind und die das Potenzial haben, das Geld deines Kindes über viele Jahre hinweg wachsen zu lassen.

    1. Tagesgeldkonto: Dein Notgroschen-Puffer

    Ein Tagesgeldkonto ist super, um Geld zu parken, das du kurzfristig brauchst oder das du noch nicht investieren möchtest. Es ist flexibel, du kommst jederzeit ran und die Zinsen sind meist besser als auf einem Sparbuch.

    • Vorteile: Flexibel, sicher, besser verzinst als Sparbuch.
    • Nachteile: Zinsen sind variabel und oft nicht hoch genug, um die Inflation auszugleichen.
    • Für Kinder geeignet, um: Geschenktes Geld zu sammeln, bevor es investiert wird, oder als kleiner Puffer für größere Anschaffungen in den nächsten 1-2 Jahren.

    Praxis-Tipp: Schau dir die aktuellen Angebote an. Manche Banken bieten für Neukunden oder für Kinderkonten attraktivere Zinsen für eine bestimmte Zeit.

    2. Festgeldkonto: Wenn du das Geld für eine Weile nicht brauchst

    Ein Festgeldkonto bindet dein Geld für einen bestimmten Zeitraum (z.B. 1, 3 oder 5 Jahre) zu einem festen Zinssatz. Dafür bekommst du in der Regel etwas höhere Zinsen als beim Tagesgeld.

    • Vorteile: Fester Zinssatz, planbare Erträge, sicher.
    • Nachteile: Weniger flexibel, du kommst während der Laufzeit nicht ans Geld.
    • Für Kinder geeignet, um: Geld anzulegen, das definitiv für einen bestimmten Zeitraum nicht benötigt wird, z.B. für einen größeren Wunsch in 3-5 Jahren.

    Wichtig: Für langfristige Anlagen (10+ Jahre) sind Tages- und Festgeld wegen der geringen Rendite oft nicht optimal. Hier kommt der nächste Punkt ins Spiel!

    3. ETFs: Dein "Aktienkorb" für langfristiges Wachstum (mein Favorit!)

    Das ist der absolute Gamechanger für die langfristige Geldanlage deines Kindes! ETFs (Exchange Traded Funds) sind wie ein großer Korb voller Aktien. Statt einzelne Aktien zu kaufen und damit ein hohes Risiko einzugehen, investierst du mit einem ETF in Hunderte oder sogar Tausende von Unternehmen gleichzeitig.

    Stell dir vor, du kaufst nicht nur eine Apfel-, sondern eine ganze Obstplantage. Wenn eine Apfelernte mal schlecht ist, hast du immer noch Birnen, Kirschen und Pflaumen. So funktioniert ein ETF: Er streut dein Risiko extrem breit.

    Die beliebtesten ETFs bilden oft einen weltweiten Aktienindex ab, wie den MSCI World oder den FTSE All-World. Damit investierst du in die größten Unternehmen der Welt – von den USA über Europa bis nach Asien.

    • Vorteile:
      • Breite Streuung: Dein Risiko ist minimiert, da du in viele Unternehmen und Regionen investierst.
      • Geringe Kosten: ETFs sind sehr günstig, weil sie einfach einen Index nachbilden und kein teures Fondsmanagement brauchen.
      • Hohes Wachstumspotenzial: Historisch gesehen haben Aktienmärkte langfristig immer eine gute Rendite erzielt (oft 5-8% pro Jahr im Durchschnitt).
      • Einfachheit: Du kaufst einmal einen ETF und lässt ihn laufen. Mit einem Sparplan geht das sogar automatisch.
    • Nachteile:
      • Kurzfristige Schwankungen: Der Wert kann mal hoch, mal runter gehen. Aber über 10, 15 oder 18 Jahre gleichen sich diese Schwankungen meist aus.
      • Keine Garantie: Wie bei jeder Geldanlage gibt es keine 100%ige Garantie, aber das Risiko ist durch die breite Streuung sehr gering.

    Für Kinder geeignet, um: Langfristig Vermögen aufzubauen, z.B. für Studium, Ausbildung, Führerschein oder den Start ins Erwachsenenleben. Das ist die beste Option, um den Zinseszinseffekt voll auszunutzen!

    Rechenbeispiel, das dich staunen lässt: Stell dir vor, du legst ab der Geburt deines Kindes 50 Euro pro Monat in einen breit gestreuten ETF-Sparplan an. Bei einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 6% (was historisch realistisch ist) hätte dein Kind nach 18 Jahren über 20.000 Euro auf dem Konto! Und das, obwohl du selbst nur 10.800 Euro eingezahlt hättest. Das ist die Magie des Zinseszinses!

    Was ist mit anderen Anlageformen?

    • Einzelne Aktien: Viel zu riskant für Kindergeld. Lass die Finger davon!
    • Aktive Investmentfonds: Werden von Managern verwaltet, die versuchen, den Markt zu schlagen. Das gelingt selten, und die Kosten sind viel höher als bei ETFs. Meist keine gute Wahl.
    • Bausparvertrag: Gut, wenn dein Kind später wirklich ein Haus bauen oder kaufen möchte. Aber als reine Geldanlage für Flexibilität und Wachstum nicht optimal. Oft unflexibel und mit Gebühren verbunden.
    • Spezielle Kinder-Anlageprodukte (von Banken): Oft teuer und intransparent. Schau genau hin und vergleiche die Kosten! Meistens ist ein einfacher ETF-Sparplan die bessere und günstigere Wahl.

    Die große Frage: Auf wessen Namen soll das Geld laufen?

    Das ist ein ganz wichtiger Punkt, der oft für Verwirrung sorgt. Es gibt zwei Optionen:

    Option 1: Die Anlage läuft auf den Namen deines Kindes

    Das ist meine klare Empfehlung für langfristige Anlagen wie ETFs.

    • Vorteile:
      • Steuervorteil: Jedes Kind hat einen eigenen Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro (Stand 2023). Das bedeutet, Kapitalerträge (Gewinne aus Zinsen, Dividenden, Verkäufen) sind bis zu diesem Betrag pro Jahr steuerfrei! Für dich als Elternteil liegt dieser Betrag ebenfalls bei 1.000 Euro. Wenn du also schon deinen eigenen Freibetrag ausschöpfst, kann das Kind seinen eigenen nutzen.
      • Frühe Finanzbildung: Du kannst deinem Kind später zeigen, wie das Geld wächst und es frühzeitig an das Thema heranführen.
    • Nachteile:
      • Kontrolle endet mit 18: Sobald dein Kind volljährig ist, hat es die volle Verfügungsgewalt über das Geld. Du kannst dann nicht mehr entscheiden, was damit passiert. Das ist der größte "Haken", aber auch eine Chance für Vertrauen und gute Gespräche.
      • Auswirkungen auf BAföG: Wenn dein Kind später BAföG beantragen möchte, wird das Vermögen angerechnet. Es gibt aber auch hier Freibeträge (aktuell ca. 15.000 Euro für Studierende unter 30 Jahren).

    Option 2: Die Anlage läuft auf deinen Namen (oder den deines Partners)

    • Vorteile: Du behältst die volle Kontrolle über das Geld, auch wenn dein Kind volljährig ist.
    • Nachteile:
      • Kein Steuervorteil: Die Erträge werden deinem eigenen Sparer-Pauschbetrag zugerechnet. Wenn dieser schon ausgeschöpft ist, fallen Steuern an.
      • Schenkungsteuer: Wenn du deinem Kind später das Geld schenken möchtest, musst du die Freibeträge beachten. Pro Elternteil kann man dem Kind alle 10 Jahre 400.000 Euro steuerfrei schenken. Bei den üblichen Sparbeträgen ist das aber in der Regel kein Problem.

    Meine Empfehlung: Wenn du deinem Kind das Geld wirklich für seine Zukunft schenken möchtest, wähle die Anlage auf den Namen des Kindes. Die Steuervorteile überwiegen oft die Sorge um die Kontrolle mit 18. Sprich frühzeitig mit deinem Kind über den Wert des Geldes und die Pläne dafür.

    Schritt für Schritt: So startest du ganz einfach!

    Du siehst, es ist gar nicht so kompliziert! Hier ist deine Checkliste, um direkt loszulegen:

    1. Entscheide dich für eine Anlageform: Für langfristiges Wachstum ist ein ETF-Sparplan auf den Namen deines Kindes die beste Wahl. Für kurzfristige Puffer ein Tagesgeldkonto.
    2. Wähle einen Online-Broker: Das ist die Plattform, über die du ETFs kaufen kannst. Viele Direktbanken oder Online-Broker bieten günstige Konditionen und eine große Auswahl an ETFs. Achte auf:
      • Geringe Depotführungsgebühren (am besten keine!).
      • Günstige Ausführung der Sparpläne (oft kostenlos oder für 1 Euro pro Ausführung).
      • Eine gute Auswahl an ETFs (z.B. MSCI World oder FTSE All-World).
    3. Eröffne ein Juniordepot: Das ist ein Depot, das auf den Namen deines Kindes läuft, aber von dir als Elternteil verwaltet wird, bis das Kind 18 ist. Du brauchst dafür die Geburtsurkunde und die Ausweisdokumente von dir und deinem Kind.
    4. Wähle einen passenden ETF: Suche nach einem breit gestreuten Welt-ETF (z.B. iShares Core MSCI World UCITS ETF oder Vanguard FTSE All-World UCITS ETF). Achte darauf, dass es ein "thesaurierender" ETF ist – das bedeutet, Gewinne werden direkt wieder angelegt und nicht ausgeschüttet. Das ist super für den Zinseszinseffekt!
    5. Richte einen Sparplan ein: Lege fest, wie viel du monatlich investieren möchtest (z.B. 25 Euro, 50 Euro oder 100 Euro). Das Geld wird dann automatisch von deinem Konto abgebucht und in den ETF investiert. Das ist der Autopilot!
    6. Bleib dran und überprüfe einmal im Jahr: Schau dir einmal im Jahr an, wie sich dein Depot entwickelt hat. Das ist alles!

    Dein Kind einbeziehen: Finanzbildung von Anfang an

    Geldanlage muss kein Geheimnis sein. Sobald dein Kind alt genug ist, kannst du es spielerisch einbeziehen:

    • Taschengeld: Gib Taschengeld und lass dein Kind selbst entscheiden, wofür es spart.
    • Wünsche visualisieren: Helft eurem Kind, Sparziele zu setzen (z.B. für ein bestimmtes Spielzeug oder einen Ausflug).
    • "Das wächst von selbst": Erkläre altersgerecht, wie das Geld im "Aktienkorb" wächst. Zeig ihm vielleicht einmal im Jahr den Depotstand.

    Fazit: Du schaffst das!

    Liebe Mama, ich weiß, das war jetzt eine Menge Information. Aber ich hoffe, ich konnte dir zeigen, dass das Thema "Geldanlage für Kinder" kein Hexenwerk ist. Es geht darum, ein paar grundlegende Dinge zu verstehen, die richtigen Werkzeuge zu wählen (hallo, ETF!) und dann einfach anzufangen.

    Du musst keine Finanzexpertin sein, um deinem Kind einen fantastischen Start ins Leben zu ermöglichen. Du musst nur den ersten Schritt wagen. Und ich bin mir sicher: Du bist stark genug, um das zu tun!

    Alles Liebe, Eure Anja 💚

    Hat dir dieser Artikel gefallen?

    Teile ihn mit anderen Eltern, die davon profitieren!

    Kommentare

    Kommentare werden vor Veröffentlichung geprüft.

    Noch keine Kommentare. Sei der/die Erste!

    14 Inhalte jede Woche – gratis

    Kein Spam, versprochen!

    Jede Woche in deinem Postfach:

    💬Jugendwort🍳Rezept✂️Bastelidee🎄Feiertage✍️Blog-Artikel💡Alltagshelfer🎉Schulferien🏃Fitness-Tipp💊Supplement🎯Quiz🗓️Organisation💰Finanzen📚Bücher
    🎁+ Gewinnspiele exklusiv für Abonnenten
    Anja Fischer
    Geschrieben von

    Anja Fischer

    Mama von drei Jungs (2019, 2021, 2023) und ganz nebenbei auch noch Gästehaus-Betreiberin und Content-Creatorin. Oder in kurz: Mama und Unternehmerin. Ich teile das, was für uns funktioniert - von Tipps & Tricks aus dem Mama-Alltag über Rezepte, Bastelideen, Orga- und Finanz-Tipps und vieles vieles mehr.

    Zuletzt aktualisiert: 30. Januar 2025

    Weitere Artikel aus dieser Kategorie