Diese Fehler kosten dein Kind später Tausende Euro
    💰 Sparen für dein Kind

    Diese Fehler kosten dein Kind später Tausende Euro

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    Inhaltsverzeichnis
    11 Abschnitte

    Ihr Lieben Mamas,

    Hand aufs Herz: Wer von uns hat nicht schon mal gedacht, "Ach, das mit den Finanzen ist so kompliziert, das mach ich später" oder "Mein Partner kümmert sich darum"? Gerade wenn der Alltag mit Kind(ern) uns voll im Griff hat, die Nächte kurz sind und die To-Do-Liste länger wird, als uns lieb ist, rücken Themen wie Altersvorsorge oder die finanzielle Zukunft unserer Kleinen oft in den Hintergrund. Dabei ist es genau jetzt, in dieser oft intensiven Phase der Elternzeit oder Teilzeitarbeit, wo wir die Weichen für Tausende von Euros stellen können – oder eben nicht.

    Ich weiß, das klingt vielleicht nach einer weiteren Last auf deinen Schultern. Aber keine Sorge! Ich bin hier, um dir das Ganze so einfach wie möglich zu erklären, ganz ohne Fachchinesisch und mit ganz viel Verständnis. Stell dir vor, wir sitzen bei einem Kaffee zusammen, und ich erzähle dir, welche kleinen Fehler sich später zu riesigen Summen summieren können – und wie du sie ganz einfach vermeiden kannst. Es geht nicht darum, dass du Finanzprofi wirst, sondern darum, dass du informierte Entscheidungen triffst, die deinem Kind später ein besseres Fundament geben.

    Warum es JETZT so wichtig ist – Elterngeld, Inflation & Co.

    Die finanzielle Landschaft in Deutschland verändert sich ständig, und das betrifft uns Mamas ganz direkt. Gerade jetzt gibt es zwei große Themen, die du auf dem Schirm haben solltest: die Inflation und die Änderungen beim Elterngeld.

    Die Inflation ist wie ein unsichtbarer Dieb, der leise unser Geld entwertet. Was heute 100 Euro wert ist, kann in zehn oder zwanzig Jahren deutlich weniger Kaufkraft haben. Das spüren wir alle beim Einkaufen, bei den steigenden Energiekosten und leider auch bei den langfristigen Kosten für Bildung oder eine erste eigene Wohnung für unsere Kinder. Einfach nur Geld auf dem Sparbuch liegen zu lassen, ist in Zeiten hoher Inflation leider keine gute Strategie mehr, denn es verliert dort an Wert.

    Und dann sind da die Elterngeld-Änderungen 2024/2025, die viele Familien betreffen, insbesondere die, in denen Mütter oft den Großteil der Elternzeit nehmen und danach in Teilzeit arbeiten.

    Die Elterngeld-Änderungen im Detail:

    • Für Geburten ab dem 1. April 2024: Die Einkommensgrenze für Paare, die Elterngeld beziehen möchten, sinkt von 300.000 Euro auf 200.000 Euro zu versteuerndes Jahreseinkommen.
    • Für Geburten ab dem 1. April 2025: Die Einkommensgrenze für Paare sinkt noch einmal auf 175.000 Euro zu versteuerndes Jahreseinkommen.
    • Für Alleinerziehende: Die Einkommensgrenze bleibt bei 150.000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen.

    Was bedeutet das für dich? Wenn du und dein Partner zusammen über diesen Grenzen liegt, habt ihr keinen Anspruch mehr auf Elterngeld. Das kann ein empfindlicher Einschnitt in das Familienbudget sein und zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, frühzeitig und vorausschauend zu planen. Es geht darum, finanzielle Engpässe zu vermeiden und die Zukunft deines Kindes nicht dem Zufall zu überlassen.

    Die größten Fehler, die dein Kind Tausende kosten können – und wie du sie vermeidest

    Jetzt kommen wir zum Kern der Sache. Diese Fehler sind keine böse Absicht, sondern oft einfach Unwissenheit oder Überforderung. Aber keine Sorge, wir schauen uns jeden Punkt an und finden eine einfache Lösung!

    Fehler 1: Nicht oder zu spät mit dem Sparen anfangen

    Dieser Fehler ist der absolute Klassiker und gleichzeitig der teuerste. Viele denken: "Ich warte, bis ich mehr Geld habe" oder "Für kleine Beträge lohnt sich das doch nicht." Doch das Gegenteil ist der Fall!

    • Warum es ein Fehler ist: Du verpasst den mächtigen Zinseszinseffekt. Das ist, wenn deine Zinsen selbst wieder Zinsen abwerfen. Je länger dein Geld arbeitet, desto exponentieller wächst es.
    • Was es dein Kind kostet: Tausende, wenn nicht Zehntausende Euro. Stell dir vor, du sparst 50 Euro pro Monat für dein Kind, beginnend ab der Geburt. Nach 18 Jahren hast du selbst 10.800 Euro eingezahlt. Mit einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 5% (was bei langfristigen Anlagen realistisch ist) können daraus aber schon über 18.000 Euro werden. Wenn du erst zehn Jahre später anfängst, hast du viel weniger Zeit für den Zinseszinseffekt und musst viel mehr einzahlen, um auf den gleichen Betrag zu kommen.
    • Die einfache Lösung: Starte JETZT, auch mit kleinen Beträgen! Selbst 25 Euro im Monat sind besser als nichts. Richte einen Dauerauftrag ein, dann läuft es automatisch. Der Faktor Zeit ist hier dein größter Verbündeter.

    Fehler 2: Das falsche Sparschwein wählen (Girokonto statt ETF)

    Viele Mamas legen Geld für ihre Kinder auf ein Sparbuch oder ein normales Girokonto. Das ist zwar sicher, aber leider auch ein großer Fehler.

    • Warum es ein Fehler ist: Auf Sparbüchern oder Girokonten gibt es kaum Zinsen. Das bedeutet, die Inflation frisst dein Erspartes langsam aber sicher auf. Dein Geld verliert an Wert, anstatt zu wachsen. Du verpasst die Chance auf Rendite.
    • Was es dein Kind kostet: Die Kaufkraft deines Ersparten sinkt. Was heute 20.000 Euro wert ist, kann in 18 Jahren nur noch die Kaufkraft von 12.000 Euro haben – oder noch weniger. Das ist Geld, das deinem Kind für Ausbildung, Studium oder den Führerschein fehlt.
    • Die einfache Lösung: Setze auf ETFs (Exchange Traded Funds). Keine Sorge, das klingt komplizierter, als es ist! Ein ETF ist wie ein großer Korb voller Aktien von vielen verschiedenen Unternehmen. Du investierst also nicht in eine einzelne Firma, sondern streust dein Risiko breit. ETFs sind günstig, transparent und haben historisch gesehen gute Renditen erzielt. Du kannst einen ETF-Sparplan einrichten, bei dem monatlich automatisch ein kleiner Betrag in diesen Korb investiert wird. So profitierst du von der Entwicklung der Weltwirtschaft.

    Fehler 3: Steuerliche Vorteile nicht nutzen (Sparerpauschbetrag)

    Wusstest du, dass auch dein Kind einen Freibetrag für Kapitalerträge hat? Viele wissen das nicht und verschenken bares Geld an das Finanzamt.

    • Warum es ein Fehler ist: Wenn du Geld für dein Kind in deinem eigenen Depot anlegst, musst du die Kapitalerträge (also die Gewinne aus deinen Anlagen) versteuern, sobald sie deinen eigenen Sparerpauschbetrag (aktuell 1.000 Euro pro Jahr) überschreiten. Dein Kind hat aber auch einen eigenen Sparerpauschbetrag, den du nutzen könntest.
    • Was es dein Kind kostet: Unnötig gezahlte Steuern. Dein Kind könnte bis zu 1.000 Euro an Kapitalerträgen pro Jahr steuerfrei einnehmen. Und es kommt noch besser: Wenn dein Kind keine anderen Einkünfte hat, kann es sogar den Grundfreibetrag (für 2024: 11.604 Euro) nutzen, was bedeutet, dass Kapitalerträge bis zu dieser Höhe steuerfrei sind!
    • Die einfache Lösung: Eröffne ein Kinderdepot auf den Namen deines Kindes. So werden die Gewinne bis zum Sparerpauschbetrag deines Kindes nicht versteuert. Aber Achtung: Das Geld gehört dann rechtlich deinem Kind und steht ihm mit 18 Jahren zur freien Verfügung. Wenn du die Kontrolle behalten möchtest, bis dein Kind reifer ist, kannst du das Depot auch auf deinen Namen laufen lassen und die Gewinne über eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) steuerfrei stellen, wenn die Erträge unter dem Grundfreibetrag liegen und dein Kind keine anderen Einkünfte hat. Sprich hier am besten mit einem Steuerberater oder deiner Bank.

    Fehler 4: Keine Absicherung für den Ernstfall (Versicherungen)

    Dieser Punkt ist vielleicht nicht direkt Sparen, aber er ist entscheidend, um alle Sparpläne nicht zu gefährden.

    • Warum es ein Fehler ist: Was passiert, wenn dir oder deinem Partner etwas zustößt und das Einkommen plötzlich wegfällt? Ohne die richtige Absicherung können alle finanziellen Pläne für dein Kind wie ein Kartenhaus zusammenfallen.
    • Was es dein Kind kostet: Die finanzielle Sicherheit der Familie. Im schlimmsten Fall kann das bedeuten, dass das Haus verkauft werden muss, die Ausbildung nicht finanziert werden kann oder das Leben deines Kindes massiv eingeschränkt wird.
    • Die einfache Lösung: Prüfe eure Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) und Risikolebensversicherung.
      • Eine BU sichert dein Einkommen ab, falls du durch Krankheit oder Unfall nicht mehr arbeiten kannst. Das ist für jeden Erwerbstätigen extrem wichtig.
      • Eine Risikolebensversicherung zahlt eine vereinbarte Summe an deine Familie aus, falls du oder dein Partner sterbt. Sie ist ein finanzielles Sicherheitsnetz für den schlimmsten Fall.

    Fehler 5: Finanzielle Verantwortung nur einem Elternteil überlassen

    Oft ist es so, dass sich ein Partner um die Finanzen kümmert und der andere sich darauf verlässt. Das kann gefährlich sein.

    • Warum es ein Fehler ist: Wenn nur einer den Überblick hat, entsteht eine Abhängigkeit. Was passiert bei Trennung, Krankheit oder Tod? Der andere Partner steht dann oft völlig ahnungslos da. Zudem können Fehler unentdeckt bleiben oder Chancen verpasst werden, weil nur eine Perspektive zählt.
    • Was es dein Kind kostet: Unsicherheit und potenzielle finanzielle Verluste, wenn der "Finanzexperte" ausfällt.
    • Die einfache Lösung: Redet offen über Geld! Setzt euch regelmäßig zusammen, besprecht Einnahmen, Ausgaben, Sparziele und Investitionen. Teilt euch die Verantwortung auf oder lernt gemeinsam. Es ist wichtig, dass beide Partner einen Überblick haben und wissen, wo welche Konten und Depots sind und welche Versicherungen laufen.

    Fehler 6: Keine langfristigen Ziele festlegen und Pläne überprüfen

    Ohne ein klares Ziel ist es schwer, den richtigen Weg zu finden. Und selbst der beste Plan muss regelmäßig überprüft werden.

    • Warum es ein Fehler ist: Wenn du nicht weißt, wofür du sparst (z.B. Studium, Führerschein, erste eigene Wohnung), ist es schwer, die Motivation aufrechtzuerhalten oder die richtige Anlagestrategie zu wählen. Lebensumstände ändern sich, und was vor fünf Jahren gut war, muss es heute nicht mehr sein.
    • Was es dein Kind kostet: Möglicherweise unzureichende Mittel für wichtige Lebensabschnitte oder eine verpasste Optimierung der Anlagen.
    • Die einfache Lösung:
      • Definiere Sparziele: Überlege, wofür dein Kind das Geld später einmal brauchen könnte. Wie viel soll es sein? Wann wird es benötigt?
      • Überprüfe deine Anlagen regelmäßig: Mindestens einmal im Jahr solltest du dir deine Depots und Sparpläne ansehen. Passt die Strategie noch zu euren Zielen? Sind die Kosten noch im Rahmen? Musst du vielleicht etwas anpassen?

    "Ich versteh nix von Geld!" – Emotionale Hürden überwinden

    Ich weiß, dass all das überwältigend klingen kann. Vielleicht denkst du: "Ich versteh nix von Geld!", "Das ist mir alles zu kompliziert!" oder "Ich habe dafür einfach keine Zeit, wenn ich nach der Arbeit noch drei Kinder versorgen muss." Und weißt du was? Das ist total normal! Viele Mamas fühlen sich so.

    Aber du musst kein Finanzprofi werden. Es geht darum, kleine, machbare Schritte zu gehen.

    • Fange klein an: Lies diesen Artikel, sprich mit deinem Partner, schau dir ein kurzes Erklärvideo zu ETFs an. Jeder kleine Schritt zählt.
    • Lass dich nicht entmutigen: Es gibt keine dummen Fragen. Wenn du etwas nicht verstehst, frag nach – bei deiner Bank, bei einem unabhängigen Berater oder in Online-Foren.
    • Du bist nicht allein: Viele Frauen fühlen sich unsicher bei Finanzthemen. Aber du hast die Macht, das zu ändern! Dein Kind wird es dir danken.

    Dein Action-Plan für den Start – So geht's ganz praktisch

    Bereit, die Zügel in die Hand zu nehmen? Hier ist ein einfacher Plan, mit dem du sofort starten kannst:

    1. Bestandsaufnahme machen: Nimm dir 30 Minuten Zeit. Was sind eure monatlichen Einnahmen? Was sind eure festen Ausgaben? Wo geht das Geld hin? Eine Haushaltsbuch-App kann hier Wunder wirken.
    2. Budget aufstellen: Wo könnt ihr vielleicht ein bisschen sparen? Muss es wirklich der tägliche Coffee-to-go sein? Oder gibt es Abos, die ihr nicht mehr nutzt? Jede gesparte Kleinigkeit summiert sich.
    3. Sparziel definieren: Überlegt, wie viel ihr realistisch pro Monat für euer Kind beiseitelegen könnt. Fangt lieber mit einem kleineren, aber festen Betrag an, den ihr auch wirklich durchhalten könnt.
    4. Depot eröffnen: Entscheide, ob du ein Depot auf deinen Namen oder auf den Namen deines Kindes eröffnen möchtest (siehe Fehler 3). Viele Direktbanken bieten hier günstige Konditionen an.
    5. ETF-Sparplan einrichten: Wähle einen breit gestreuten Welt-ETF (z.B. MSCI World oder FTSE All-World) und richte einen monatlichen Sparplan ein. Das ist der einfachste Weg, langfristig Vermögen aufzubauen.
    6. Absicherung prüfen: Vereinbare einen Termin mit einem unabhängigen Versicherungsberater, um eure Berufsunfähigkeits- und Risikolebensversicherung zu überprüfen oder neu abzuschließen.
    7. Regelmäßig überprüfen: Markiere dir einmal im Jahr einen Termin im Kalender, um eure Finanzen zu checken und gegebenenfalls anzupassen.

    Du siehst, es ist kein Hexenwerk! Jeder kleine Schritt, den du heute machst, ist eine Investition in die Zukunft deines Kindes. Du musst nicht perfekt sein, du musst nur anfangen. Und ich bin mir sicher: Du schaffst das!

    Alles Liebe, Eure Anja 💚

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    Anja Fischer
    Geschrieben von

    Anja Fischer

    Mama von drei Jungs (2019, 2021, 2023) und ganz nebenbei auch noch Gästehaus-Betreiberin und Content-Creatorin. Oder in kurz: Mama und Unternehmerin. Ich teile das, was für uns funktioniert - von Tipps & Tricks aus dem Mama-Alltag über Rezepte, Bastelideen, Orga- und Finanz-Tipps und vieles vieles mehr.

    Zuletzt aktualisiert: 24. August 2025

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