Diese Sparformen für Kinder sind sinnvoll (und diese nicht)
    💰 Sparen für dein Kind

    Diese Sparformen für Kinder sind sinnvoll (und diese nicht)

    14 min Lesezeit
    Inhaltsverzeichnis
    21 Abschnitte

    Ihr Lieben Mamas,

    ich weiß genau, wie es ist. Du bist im Elterngeld-Dschungel, jonglierst Windeln, Brei und vielleicht noch den Job, und dann kommt da noch dieses Thema: "Wie spare ich eigentlich sinnvoll für mein Kind?" Ganz ehrlich, das kann sich anfühlen wie eine weitere riesige Aufgabe auf deiner ohnehin schon ellenlangen To-Do-Liste. Und dann noch all diese Fachbegriffe – da versteht man ja nur Bahnhof!

    Aber keine Sorge, meine Liebe. Ich bin heute deine Finanz-Beste-Freundin und erkläre dir alles ganz einfach, so als würden wir bei einem Kaffee zusammensitzen. Du musst kein Finanzprofi werden, um die Weichen für die finanzielle Zukunft deines Kindes zu stellen. Es geht darum, ein paar kluge Entscheidungen zu treffen, die dir später viel Kopfzerbrechen ersparen.

    Wir schauen uns gemeinsam an, welche Sparformen wirklich etwas bringen und von welchen du lieber die Finger lassen solltest. Denn gerade wenn es um das Geld deiner Kleinen geht, wollen wir keine Experimente, oder?

    Warum überhaupt für dein Kind sparen?

    Bevor wir ins Detail gehen, lass uns kurz darüber sprechen, warum das Sparen für dein Kind so eine gute Idee ist. Stell dir vor, dein Kind hat mit 18 Jahren ein kleines Startkapital für den Führerschein, das Studium, die erste eigene Wohnung oder sogar eine Weltreise. Das ist ein Geschenk, das weit über materielle Dinge hinausgeht – es ist Freiheit, Unabhängigkeit und ein riesiger Vertrauensvorschuss. Und du kannst den Grundstein dafür legen, oft schon mit kleinen Beträgen.

    Sparformen, die du lieber meiden solltest (oder nur mit Vorsicht genießen)

    Fangen wir mal mit den Klassikern an, die oft noch im Kopf herumschwirren, aber heutzutage leider nicht mehr so viel Sinn machen.

    Das klassische Sparbuch

    Ach, das gute alte Sparbuch! Viele von uns kennen es noch von Oma und Opa. Es ist einfach, sicher und man hat das Gefühl, etwas Gutes zu tun. Aber ganz ehrlich, meine Liebe: Das Sparbuch ist heute leider ein echter Geldvernichter.

    • Zinsen im Keller: Die Zinsen auf Sparbüchern sind oft so niedrig (manchmal unter 0,5%), dass sie kaum der Rede wert sind.
    • Inflation frisst dein Geld: Die Inflation, also die allgemeine Preissteigerung, liegt oft deutlich höher (aktuell oft um die 2-3%). Das bedeutet, dein Geld verliert auf dem Sparbuch tatsächlich an Wert. Was heute 100 Euro wert ist, ist in ein paar Jahren nur noch 97 oder 95 Euro wert, obwohl der Betrag auf dem Sparbuch gleich geblieben ist. Das ist wie ein stiller Dieb, der sich unbemerkt an eurem Ersparten bedient.

    Fazit: Für den langfristigen Vermögensaufbau ist das Sparbuch ein klares "Nein". Es ist höchstens noch für ein kleines Taschengeldkonto sinnvoll, wo es nicht um Rendite geht.

    Der Bausparvertrag für Kinder

    Ein Bausparvertrag klingt erst mal nach einer tollen Sache, oder? Eigenheim für die Kleinen! Aber auch hier gibt es ein paar Haken, die du kennen solltest:

    • Starre Regeln: Ein Bausparvertrag ist oft sehr unflexibel. Du legst dich auf eine Bausparsumme und monatliche Raten fest. Wenn sich die Pläne deines Kindes ändern, kann es schwierig werden, das Geld anderweitig zu nutzen.
    • Hohe Gebühren: Oft fallen Abschlussgebühren an, die einen Teil deines angesparten Kapitals sofort auffressen.
    • Lange Laufzeiten: Das Geld ist oft für viele Jahre gebunden, bevor es zuteilungsreif wird. Was, wenn dein Kind mit 18 lieber studieren oder reisen möchte, statt ein Haus zu bauen?

    Fazit: Ein Bausparvertrag kann in sehr speziellen Fällen sinnvoll sein, wenn das Ziel Eigenheim klar ist und die Konditionen stimmen. Für ein flexibles Startkapital für dein Kind ist er aber meistens nicht die beste Wahl.

    Klassische Kapitallebensversicherungen oder Rentenversicherungen für Kinder

    Manche Versicherungsvertreter versuchen, dir eine Kapitallebens- oder Rentenversicherung für dein Kind zu verkaufen. Die Idee dahinter: Dein Kind bekommt im Alter eine Rente oder eine große Summe ausgezahlt.

    • Hohe Kosten: Diese Produkte sind oft mit hohen Abschluss- und Verwaltungskosten verbunden, die deine Rendite stark schmälern.
    • Geringe Transparenz: Es ist oft schwer zu durchschauen, wie sich die Kosten zusammensetzen und welche Rendite wirklich übrig bleibt.
    • Inflexibilität: Auch hier ist das Geld oft über Jahrzehnte gebunden und schwer zugänglich, wenn es früher gebraucht wird.

    Fazit: Für den Vermögensaufbau für Kinder gibt es deutlich effizientere und transparentere Wege. Diese Produkte sind meist zu teuer und unflexibel.

    Das Girokonto

    Ein Girokonto ist super für den täglichen Zahlungsverkehr oder als Taschengeldkonto. Aber als Sparform für langfristiges Wachstum? Absolut ungeeignet. Die Zinsen sind hier in der Regel gleich Null.

    Sparformen, die wirklich Sinn machen (und wie du sie nutzt)

    Jetzt kommen wir zu den guten Nachrichten! Es gibt wirklich tolle Möglichkeiten, das Geld für dein Kind sinnvoll anzulegen. Wir unterscheiden hier zwischen kurz- bis mittelfristigen Zielen und dem langfristigen Vermögensaufbau.

    Für kurz- bis mittelfristige Ziele (Notgroschen, Führerschein): Tagesgeld- und Festgeldkonto

    Wenn du Geld für dein Kind anlegen möchtest, das in den nächsten 1 bis 5 Jahren gebraucht werden könnte (z.B. für einen größeren Wunsch, den Führerschein oder ein Auslandsjahr), dann sind Tages- und Festgeldkonten eine super Wahl.

    Tagesgeldkonto für Kinder

    • Was ist das? Ein Tagesgeldkonto ist wie ein Sparkonto mit variablen Zinsen, aber das Geld ist jederzeit verfügbar. Du kannst jederzeit Geld einzahlen und abheben, ohne Kündigungsfristen.
    • Vorteile:
      • Flexibilität: Das Geld ist immer verfügbar, falls dein Kind es unerwartet braucht.
      • Bessere Zinsen: Die Zinsen sind in der Regel deutlich höher als auf einem Sparbuch (aktuell oft zwischen 2,5% und 4%).
      • Sicherheit: Dein Geld ist durch die europäische Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro pro Bank und Kunde geschützt.
    • Nachteile: Die Zinsen können schwanken.
    • Wie eröffnen? Viele Banken bieten spezielle Tagesgeldkonten für Kinder an, die auf den Namen des Kindes laufen, aber von den Eltern verwaltet werden. Schau mal bei Direktbanken wie der ING, DKB oder Comdirect vorbei, die haben oft gute Konditionen.

    Festgeldkonto für Kinder

    • Was ist das? Bei einem Festgeldkonto legst du einen bestimmten Betrag für eine feste Laufzeit (z.B. 1, 2 oder 3 Jahre) zu einem festen Zinssatz an.
    • Vorteile:
      • Feste Zinsen: Du weißt genau, welche Zinsen du über die gesamte Laufzeit bekommst, was Planungssicherheit gibt. Oft sind die Zinsen etwas höher als beim Tagesgeld.
      • Sicherheit: Auch hier greift die Einlagensicherung.
    • Nachteile: Das Geld ist während der Laufzeit nicht verfügbar. Du solltest also nur Geld anlegen, das du in dieser Zeit definitiv nicht brauchst.
    • Wie eröffnen? Auch hier bieten viele Banken Festgeldkonten an. Vergleiche die Konditionen und Laufzeiten.

    Fazit: Tages- und Festgeld sind super für Geld, das du in absehbarer Zeit brauchen könntest und das sicher sein soll.

    Für langfristigen Vermögensaufbau (Studium, Eigenkapital): ETFs sind deine Superhelden!

    Jetzt kommen wir zum absoluten Game Changer für den langfristigen Vermögensaufbau: ETFs. Keine Sorge, das klingt komplizierter, als es ist!

    Was ist ein ETF?

    Stell dir vor, du kaufst nicht nur eine einzige Aktie eines Unternehmens (was sehr riskant wäre, wenn dieses Unternehmen Pleite geht), sondern du kaufst einen kleinen Anteil an einem riesigen Korb voller Aktien. Dieser Korb bildet einen bestimmten Markt ab, zum Beispiel die größten Unternehmen der Welt (wie der MSCI World Index). Genau das ist ein ETF (Exchange Traded Fund) – ein börsengehandelter Indexfonds.

    • Vorteile von ETFs:
      • Breite Streuung (Diversifikation): Du investierst nicht in ein Unternehmen, sondern in Hunderte oder Tausende gleichzeitig. Geht ein Unternehmen pleite, ist das für dein Gesamtinvestment kaum spürbar. Das reduziert das Risiko enorm.
      • Geringe Kosten: ETFs sind sehr kostengünstig, da sie einfach einen Index nachbilden und kein teures Fondsmanagement brauchen.
      • Gute Renditechancen: Historisch gesehen hat der Aktienmarkt langfristig immer eine positive Rendite abgeworfen (oft 5-8% pro Jahr im Durchschnitt).
      • Flexibilität: Du kannst monatlich kleine Beträge einzahlen (Sparplan) und bei Bedarf auch wieder verkaufen.
    • Die Magie des Zinseszinses: Das ist der wichtigste Punkt beim langfristigen Sparen! Stell dir vor, du legst Geld an und bekommst Zinsen. Im nächsten Jahr bekommst du nicht nur auf dein ursprüngliches Geld Zinsen, sondern auch auf die Zinsen, die du im Vorjahr bekommen hast. Das ist wie ein Schneeball, der immer größer wird, je länger er rollt. Je früher du anfängst, desto größer wird der Effekt!

    Wie eröffnen? Du brauchst ein sogenanntes Junior-Depot für dein Kind. Das läuft auf den Namen deines Kindes, wird aber von dir als Erziehungsberechtigte verwaltet. Hier kannst du dann einen ETF-Sparplan einrichten, bei dem jeden Monat automatisch ein Betrag (z.B. 25 Euro, 50 Euro oder 100 Euro) in einen ETF deiner Wahl investiert wird.

    Anbieter für Junior-Depots:

    • Online-Broker: Scalable Capital, Trade Republic, Comdirect, Consorsbank sind beliebte Anbieter mit günstigen Konditionen.
    • Traditionelle Banken: Auch Banken wie die DKB, ING oder Fondsgesellschaften wie Deka (Sparkasse) oder Union Investment (Volksbanken) bieten Junior-Depots an, oft aber mit etwas höheren Gebühren.

    Tipp: Für den Anfang reicht ein einziger, breit gestreuter Welt-ETF (z.B. ein MSCI World oder FTSE All-World ETF). Das ist einfach, effektiv und deckt den Großteil der Weltwirtschaft ab.

    Einzelne Aktien – Nur für Mutige (und Wissende)

    Einzelne Aktien zu kaufen, kann spannend sein, ist aber auch deutlich risikoreicher als ein breit gestreuter ETF. Wenn du dich nicht intensiv mit Unternehmensanalysen beschäftigen möchtest, ist das für das Kinderdepot keine gute Idee. Das Risiko, dass eine einzelne Aktie stark fällt oder das Unternehmen Pleite geht, ist viel höher.

    Immobilien als indirekte Sparform

    Eine eigene Immobilie kann auch eine Form der Altersvorsorge oder des Vermögensaufbaus für die Familie sein. Wenn du selbst eine Immobilie besitzt, die im Wert steigt, profitierst auch dein Kind indirekt davon. Direkte Immobilieninvestitionen für Kinder sind aber eher selten und komplex.

    Wichtige Überlegungen für deinen Sparplan

    Bevor du loslegst, lass uns noch über ein paar wichtige Punkte sprechen, die deine Entscheidung beeinflussen.

    Der Zeithorizont: Wie lange soll das Geld arbeiten?

    • Kurzfristig (1-5 Jahre): Tages- oder Festgeld
    • Mittelfristig (5-10 Jahre): Eine Mischung aus Tagesgeld und ETFs kann sinnvoll sein.
    • Langfristig (über 10 Jahre): ETFs sind hier die erste Wahl, da sie Zeit haben, Schwankungen auszusitzen und vom Zinseszins zu profitieren.

    Deine Risikobereitschaft: Wie viel Nervenkitzel verträgst du?

    • Sehr geringes Risiko: Tages- und Festgeld (kaum Wertschwankungen, aber auch geringere Rendite).
    • Mittleres Risiko: ETFs (können kurzfristig schwanken, langfristig gute Renditechancen).
    • Hohes Risiko: Einzelne Aktien (hohe Schwankungen, hohe Renditechancen, aber auch hohes Verlustrisiko).

    Gerade beim Sparen für Kinder, das oft über viele Jahre läuft, ist ein mittleres Risiko mit ETFs meist die beste Wahl, da die Zeit die Schwankungen glättet.

    Die Inflation: Der stille Geldvernichter

    Denk immer daran: Die Inflation nagt am Wert deines Geldes. Wenn du Sparformen wählst, die weniger Zinsen bringen als die Inflation hoch ist, verliert dein Geld real an Kaufkraft. Deshalb sind Sparbücher so ungünstig. Dein Ziel sollte es sein, eine Rendite zu erzielen, die über der Inflationsrate liegt.

    Steuern in Deutschland: Das musst du wissen!

    Jetzt wird es ein bisschen trockener, aber keine Sorge, ich erkläre es dir ganz einfach. Und hier gibt es einen echten Geheimtipp für Kinder!

    Abgeltungsteuer und Sparer-Pauschbetrag

    Normalerweise musst du auf Kapitalerträge (Zinsen, Dividenden, Gewinne aus Aktienverkäufen) 25% Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer zahlen. Aber es gibt einen Freibetrag: den Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro pro Person und Jahr (Stand 2024). Bis zu diesem Betrag sind deine Kapitalerträge steuerfrei.

    Die Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) – Dein Geheimtipp für Kinder!

    Und jetzt kommt der Knaller für Kinder! Jedes Kind hat wie jeder Erwachsene einen eigenen Grundfreibetrag. Dieser liegt für das Jahr 2024 bei 11.604 Euro. Wenn die gesamten Einkünfte deines Kindes (also auch die Kapitalerträge) unter diesem Betrag liegen, muss es keine Steuern zahlen.

    Um das zu nutzen, beantragst du beim Finanzamt eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) für dein Kind. Diese gibst du dann bei der Bank oder dem Broker ab, wo das Junior-Depot läuft. Solange die NV-Bescheinigung gültig ist und die Einkünfte deines Kindes unter dem Grundfreibetrag liegen, werden keine Steuern auf die Kapitalerträge deines Kindes abgezogen. Das ist super, denn so kann der Zinseszinseffekt noch besser wirken, da nicht jedes Jahr ein Teil der Gewinne an den Staat geht!

    Wichtig: Eine NV-Bescheinigung ist meist für 3 Jahre gültig und muss dann neu beantragt werden.

    Schenkungssteuer

    Wenn du deinem Kind Geld schenkst, gibt es Freibeträge, die du nutzen kannst. Als Elternteil kannst du deinem Kind alle 10 Jahre 400.000 Euro steuerfrei schenken. Das ist eine riesige Summe, die die meisten von uns nicht erreichen werden. Du musst dir also keine Sorgen machen, wenn du monatlich 50 oder 100 Euro für dein Kind anlegst.

    Typische Fehler und emotionale Hürden (und wie du sie meisterst)

    Ich weiß, das alles kann sich erst mal überwältigend anfühlen. Aber du bist nicht allein mit diesen Gedanken!

    "Ich versteh nix von Geld und das ist mir zu kompliziert!"

    • Verständnis: Das geht ganz vielen so! Finanzthemen werden oft unnötig kompliziert dargestellt.
    • Lösung: Du musst kein Finanzprofi werden. Konzentriere dich auf die Basics: Tagesgeld für kurzfristig, ETFs für langfristig. Das ist schon die halbe Miete. Fang klein an und lerne Schritt für Schritt.

    "Ich hab doch gar keine Zeit dafür!"

    • Verständnis: Wenn du nach der Arbeit noch drei Kinder versorgen, den Haushalt schmeißen und vielleicht noch den Mann bespaßen musst, dann ist die Zeit wirklich knapp.
    • Lösung: Automatisierung ist dein Freund! Einmal ein Junior-Depot eröffnen und einen Sparplan einrichten, das dauert vielleicht 1-2 Stunden. Danach läuft alles automatisch. Du musst dich nur noch einmal im Jahr kurz kümmern (z.B. NV-Bescheinigung prüfen).

    "Mein Mann kümmert sich um die Finanzen."

    • Verständnis: Das ist in vielen Familien so. Aber es ist wichtig, dass du auch ein Verständnis für eure Finanzen entwickelst. Es gibt dir Sicherheit und Unabhängigkeit.
    • Lösung: Setzt euch gemeinsam hin. Oder bitte deinen Mann, dir die Schritte zu erklären, während ihr es zusammen macht. Es ist euer gemeinsames Kind, und es ist eine tolle Gelegenheit, auch selbst mehr Finanzwissen aufzubauen.

    Angst vor Fehlern

    • Verständnis: Niemand will Fehler machen, besonders nicht, wenn es um das Geld der Kinder geht.
    • Lösung: Fang klein an! Mit einem ETF-Sparplan von 25 Euro im Monat kannst du nichts falsch machen. Du kannst den Betrag jederzeit anpassen. Das Wichtigste ist, überhaupt anzufangen.

    Dein Mama-Masterplan: Schritt für Schritt zum Finanz-Profi für dein Kind

    Bereit? Dann lass uns deinen persönlichen Masterplan schmieden!

    1. Ziele definieren:

      • Wofür soll das Geld sein? Führerschein (ca. 3.000€), Studium (monatliche Unterstützung), Startkapital für die erste Wohnung (z.B. 10.000€ Eigenkapital)?
      • Wann wird das Geld gebraucht? Mit 18? Mit 25?
    2. Budget-Check:

      • Wie viel kannst du monatlich realistisch weglegen?
      • Denk an das Kindergeld (aktuell 250€ pro Kind). Kannst du einen Teil davon direkt für dein Kind anlegen?
      • Wenn du z.B. 250€ Kindergeld bekommst und vielleicht noch 50€ vom Elterngeld oder aus deinem Haushaltsbudget abknapsen kannst, sind das schon 300€ im Monat!
    3. Das richtige Konto/Depot eröffnen:

      • Für kurzfristige Ziele: Ein Tagesgeldkonto auf den Namen deines Kindes.
      • Für langfristige Ziele: Ein Junior-Depot bei einem Online-Broker (z.B. Scalable Capital, Trade Republic, Comdirect) und dort einen ETF-Sparplan einrichten.
    4. Automatisieren:

      • Richte einen Dauerauftrag von deinem Girokonto auf das Tagesgeldkonto oder den ETF-Sparplan ein. So läuft alles von selbst und du musst nicht jeden Monat daran denken.
    5. Regelmäßig überprüfen und anpassen:

      • Schau einmal im Jahr auf die Konten und Depots.
      • Prüfe, ob du die NV-Bescheinigung neu beantragen musst.
      • Kannst du den Sparbetrag vielleicht erhöhen, wenn sich deine finanzielle Situation verbessert?
    6. Wissen aufbauen:

      • Lies ab und zu einen Finanzblog oder ein einfaches Finanzbuch. Du wirst sehen, es macht Spaß, wenn man die Basics versteht!

    Rechenbeispiel: Die Magie des Zinseszinses

    Lass uns das mal durchrechnen, damit du siehst, was selbst kleine Beträge bewirken können:

    Stell dir vor, du legst für dein Kind ab Geburt 50€ im Monat in einen ETF-Sparplan an, der durchschnittlich 7% Rendite pro Jahr bringt (das ist ein realistischer Wert für langfristige ETF-Investments).

    • Nach 18 Jahren hättest du selbst 10.800€ eingezahlt.
    • Durch den Zinseszinseffekt wäre das Depot aber auf ca. 21.000€ angewachsen!

    Das ist doch der Wahnsinn, oder? Mit nur 50 Euro im Monat schenkst du deinem Kind ein Startkapital, das es sich sonst hart erarbeiten müsste. Und wenn du 100€ im Monat anlegst, sind es sogar über 42.000€!

    Fazit: Du schaffst das!

    Ich weiß, das war jetzt eine Menge Information. Aber ich hoffe, ich konnte dir zeigen, dass das Thema "Geld für dein Kind anlegen" gar nicht so kompliziert sein muss. Du musst keine Angst vor Zahlen haben und auch kein Finanz-Guru werden. Mit ein paar einfachen Schritten kannst du eine solide Basis für die Zukunft deines Kindes legen.

    Fang einfach an. Mit einem kleinen Betrag. Mit einem Tagesgeldkonto oder einem ETF-Sparplan. Das Wichtigste ist, den ersten Schritt zu machen. Du bist eine tolle Mama, und du wirst auch das meistern!

    Alles Liebe, Eure Anja 💚

    Hat dir dieser Artikel gefallen?

    Teile ihn mit anderen Eltern, die davon profitieren!

    Kommentare

    Kommentare werden vor Veröffentlichung geprüft.

    Noch keine Kommentare. Sei der/die Erste!

    14 Inhalte jede Woche – gratis

    Kein Spam, versprochen!

    Jede Woche in deinem Postfach:

    💬Jugendwort🍳Rezept✂️Bastelidee🎄Feiertage✍️Blog-Artikel💡Alltagshelfer🎉Schulferien🏃Fitness-Tipp💊Supplement🎯Quiz🗓️Organisation💰Finanzen📚Bücher
    🎁+ Gewinnspiele exklusiv für Abonnenten
    Anja Fischer
    Geschrieben von

    Anja Fischer

    Mama von drei Jungs (2019, 2021, 2023) und ganz nebenbei auch noch Gästehaus-Betreiberin und Content-Creatorin. Oder in kurz: Mama und Unternehmerin. Ich teile das, was für uns funktioniert - von Tipps & Tricks aus dem Mama-Alltag über Rezepte, Bastelideen, Orga- und Finanz-Tipps und vieles vieles mehr.

    Zuletzt aktualisiert: 6. Juli 2025

    Weitere Artikel aus dieser Kategorie