Finanzielle Starthilfe für dein Kind: So gehst du vor
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    Finanzielle Starthilfe für dein Kind: So gehst du vor

    11 min Lesezeit
    Inhaltsverzeichnis
    15 Abschnitte

    Ihr Lieben Mamas,

    Hand aufs Herz: Wer von uns hat sich nicht schon mal gefragt, wie wir unseren Kindern den bestmöglichen Start ins Leben ermöglichen können? Neben Liebe, Geborgenheit und einer guten Erziehung gehört dazu auch ein solides finanzielles Fundament. Ich weiß, das Thema Geldanlage Kind kann sich erstmal super kompliziert anfühlen, besonders wenn man nach einem langen Tag mit Job und Familie einfach nur noch die Füße hochlegen möchte. Aber keine Sorge, ich bin hier, um dir zu zeigen, dass finanzielle Starthilfe für dein Kind gar nicht so ein riesiger Berg ist, wie er vielleicht aussieht. Stell dir vor, wir sitzen bei einer Tasse Kaffee zusammen und ich erkläre dir alles Schritt für Schritt – ganz ohne Fachchinesisch und mit viel Verständnis für deinen Alltag.

    Warum ist finanzielle Starthilfe so wichtig?

    Vielleicht denkst du jetzt: "Mein Kind ist doch noch so klein, das hat doch noch Zeit!" Und ja, es hat Zeit. Aber genau das ist der Punkt, der uns in die Karten spielt! Je früher du anfängst, desto besser. Warum? Weil der Zinseszinseffekt ein echtes Wunder ist. Er sorgt dafür, dass sich dein angelegtes Geld nicht nur auf die ursprüngliche Summe verzinst, sondern auch auf die bereits angefallenen Zinsen. Das ist wie ein Schneeball, der immer größer wird, je länger er rollt.

    Stell dir vor, dein Kind möchte später studieren, ein Auslandsjahr machen, den Führerschein bezahlen oder sogar den Grundstein für die erste eigene Wohnung legen. All das kostet Geld. Wenn du jetzt schon anfängst, kleine Beträge beiseite zu legen, entlastest du dein Kind (und dich!) enorm. Es geht nicht darum, dass du alles bezahlen musst, sondern darum, deinem Kind eine finanzielle Unabhängigkeit zu ermöglichen und ihm die Freiheit zu geben, seine Träume zu verwirklichen, ohne direkt in Schulden zu starten. Das ist doch ein wunderschönes Geschenk, oder?

    Wann ist der beste Zeitpunkt, um zu starten?

    Die kurze Antwort ist: JETZT! Oder besser gesagt: Je früher, desto besser. Selbst wenn dein Kind schon ein paar Jahre alt ist, ist es nie zu spät, anzufangen. Aber der größte Vorteil liegt eben im langen Atem. Wenn du zum Beispiel monatlich 50 Euro für 18 Jahre anlegst und dabei eine durchschnittliche Rendite von 6% erzielst (was bei einer langfristigen Geldanlage Kind in ETFs realistisch sein kann), kommt dabei eine beachtliche Summe zusammen.

    Der Zinseszinseffekt wirkt am besten über lange Zeiträume. Wenn du also direkt nach der Geburt deines Kindes beginnst, hast du die maximale Zeit, um von diesem Effekt zu profitieren. Aber auch wenn dein Kind schon im Kindergarten oder in der Schule ist – jeder Monat zählt!

    Die rechtlichen und steuerlichen Grundlagen verstehen – ganz einfach erklärt

    Jetzt kommt der Teil, der oft für Stirnrunzeln sorgt, aber keine Sorge, ich erkläre es dir ganz einfach. Es geht um die Frage: Lege ich das Geld auf meinen Namen an oder direkt auf den Namen meines Kindes?

    Depot auf den Namen des Kindes vs. auf deinen Namen

    Das ist eine der wichtigsten Entscheidungen. Viele Eltern legen das Geld auf ihren eigenen Namen an, um die Kontrolle zu behalten. Das ist verständlich, hat aber einen großen Nachteil: Steuern.

    Wenn du das Geld auf deinen Namen anlegst, musst du alle Gewinne (Zinsen, Dividenden, Veräußerungsgewinne) mit deinem Sparer-Pauschbetrag verrechnen. Dieser liegt aktuell bei 1.000 Euro pro Person und Jahr. Wenn deine eigenen Kapitalerträge diesen Betrag überschreiten, fallen darauf Kapitalertragssteuer (Abgeltungsteuer) von 25% plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an.

    Der große Vorteil eines Kinderdepots: Legst du das Geld direkt auf den Namen deines Kindes an, kann dein Kind eigene Freibeträge nutzen. Und das sind nicht nur die 1.000 Euro Sparer-Pauschbetrag, sondern auch der Grundfreibetrag von aktuell 11.604 Euro (Stand 2024). Das bedeutet, dass dein Kind jedes Jahr Kapitalerträge von bis zu 12.604 Euro (1.000 € Sparer-Pauschbetrag + 11.604 € Grundfreibetrag) steuerfrei erzielen kann! Das ist ein riesiger Unterschied und kann über die Jahre Tausende von Euro sparen.

    Wichtig: Ein Kinderdepot wird von dir als gesetzlicher Vertreter eröffnet und verwaltet. Dein Kind kann erst mit 18 Jahren selbst darüber verfügen. Das ist gut, denn so ist das Geld wirklich für die Zukunft deines Kindes gedacht und kann nicht für andere Zwecke "zweckentfremdet" werden.

    Ganz wichtig: Die Schenkungssteuer

    Vielleicht hast du schon mal von der Schenkungssteuer gehört und machst dir Sorgen, wenn du größere Summen auf das Konto deines Kindes überweisen möchtest. Aber hier kommt die gute Nachricht:

    • Jedes Elternteil kann seinem Kind alle 10 Jahre einen Betrag von bis zu 400.000 Euro steuerfrei schenken.
    • Das bedeutet, wenn du und dein Partner jeweils 400.000 Euro schenken, sind das 800.000 Euro alle 10 Jahre, die steuerfrei an euer Kind gehen können.

    Für die meisten von uns sind das Summen, die wir im Alltag nicht erreichen. Du kannst also beruhigt sein, wenn du monatlich oder auch mal eine größere Summe (z.B. ein Geschenk von Oma und Opa) auf das Kinderdepot überweist. Solange du diese Freibeträge nicht überschreitest, musst du dir um die Schenkungssteuer keine Gedanken machen.

    Kurzer Exkurs: Elterngeld 2024/2025

    Vielleicht hast du von den Änderungen beim Elterngeld für 2024/2025 gehört, insbesondere für Paare mit höherem Einkommen. Das zeigt uns einmal mehr, wie wichtig es ist, sich nicht nur auf staatliche Leistungen zu verlassen, sondern selbst aktiv zu werden. Unabhängig von Elterngeld-Regeln ist eine frühe Geldanlage Kind immer eine gute Idee, um eine solide Basis zu schaffen.

    Welche Anlagemöglichkeiten gibt es?

    Es gibt viele Wege, Geld anzulegen, aber nicht alle sind gleichermaßen gut für die langfristige Geldanlage für dein Kind geeignet.

    Weniger Rendite, mehr Sicherheit: Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld

    • Sparbuch: Bietet kaum Zinsen und ist durch die Inflation ein echtes Verlustgeschäft. Finger weg für die langfristige Anlage!
    • Tagesgeldkonto: Hier parkst du Geld flexibel und kommst jederzeit ran. Die Zinsen sind besser als beim Sparbuch, aber immer noch nicht optimal für langfristiges Wachstum. Gut für einen Notgroschen oder kurzfristige Sparziele.
    • Festgeldkonto: Du legst Geld für einen festen Zeitraum zu einem festen Zinssatz an. Die Zinsen sind oft etwas höher als beim Tagesgeld, aber das Geld ist gebunden. Auch hier frisst die Inflation oft die Rendite auf.

    Mein Tipp: Diese Optionen sind super für einen kleinen Puffer, aber nicht für die finanzielle Starthilfe, die über viele Jahre wachsen soll.

    Mehr Rendite, mehr Risiko (langfristig): ETFs und Aktien

    Hier wird's spannend! Wenn du wirklich möchtest, dass das Geld deines Kindes über die Jahre wächst, sind ETFs (Exchange Traded Funds) und Aktien die erste Wahl.

    • ETFs (Indexfonds): Das sind Fonds, die einen ganzen Marktindex (wie z.B. den MSCI World) abbilden. Du kaufst also nicht nur eine Aktie, sondern investierst automatisch in Hunderte oder Tausende von Unternehmen weltweit. Das ist genial, weil es dein Risiko streut (diversifiziert) und du nicht auf ein einzelnes Unternehmen setzen musst.
      • Vorteile: Geringe Kosten, breite Streuung, gute Renditechancen auf lange Sicht.
      • Nachteile: Wertschwankungen sind normal, kurzfristig kann der Wert fallen. Aber genau deshalb ist der lange Anlagehorizont für Kinder so wichtig!
    • Aktien: Du kaufst Anteile an einzelnen Unternehmen. Das kann höhere Renditen bringen, ist aber auch risikoreicher, da der Erfolg von der Entwicklung eines einzelnen Unternehmens abhängt. Für Anfänger und die Geldanlage Kind würde ich eher zu breit gestreuten ETFs raten.

    Das Kinderdepot: Dein bester Freund für die Zukunft

    Ein Kinderdepot ist im Grunde ein Wertpapierdepot, das auf den Namen deines Kindes läuft und von dir als Elternteil verwaltet wird. Hier kannst du dann einen ETF Sparplan Kind einrichten. Das ist super einfach: Du legst fest, wie viel Geld du monatlich (oder vierteljährlich) investieren möchtest, und das Geld wird automatisch in den von dir gewählten ETF investiert.

    So funktioniert's:

    1. Bank oder Online-Broker wählen: Achte auf günstige Konditionen und eine einfache Bedienung. Viele Direktbanken bieten spezielle Kinderdepots an.
    2. Depot eröffnen: Du benötigst die Geburtsurkunde deines Kindes und die Ausweisdokumente beider Elternteile.
    3. ETF auswählen: Ein weltweit gestreuter ETF (z.B. auf den MSCI World oder FTSE All-World) ist eine hervorragende Wahl für den Anfang.
    4. Sparplan einrichten: Lege die Sparrate fest (z.B. 25 Euro, 50 Euro oder mehr pro Monat).

    Typische Fehler, die du vermeiden kannst

    Damit dir die finanzielle Starthilfe auch wirklich gelingt, hier ein paar Stolperfallen, die du elegant umgehen kannst:

    • Zu spät anfangen: Wir haben es schon besprochen – der Zinseszinseffekt braucht Zeit!
    • Alles auf eine Karte setzen (nicht diversifizieren): Nur in eine Aktie oder eine Branche zu investieren, ist riskant. ETFs lösen dieses Problem für dich.
    • Alles auf deinen Namen anlegen: Die steuerlichen Vorteile des Kinderdepots sind zu groß, um sie zu ignorieren.
    • Emotionale Entscheidungen treffen: Wenn die Kurse mal fallen, nicht in Panik geraten und verkaufen. Bleib ruhig und denk langfristig.
    • Steuern ignorieren: Die Freibeträge deines Kindes sind ein Geschenk – nutze sie!
    • Es zu kompliziert machen: Du musst kein Finanzprofi werden. Ein einfacher ETF Sparplan Kind ist oft die beste Lösung.
    • "Set it and forget it" ohne Kontrolle: Einmal im Jahr solltest du einen Blick auf das Depot werfen und prüfen, ob alles noch passt.

    Geld und Gefühle: So überwindest du Ängste und Überforderung

    Ich weiß, das Thema Geld kann viele Ängste auslösen: "Ich versteh nix von Geld", "Das ist mir zu kompliziert", "Was, wenn ich Fehler mache?" Oder auch: "Mein Mann kümmert sich um die Finanzen."

    Sei ehrlich zu dir selbst: Es ist okay, wenn du dich unsicher fühlst. Aber du bist nicht allein! Viele Mamas fühlen sich so. Das Wichtigste ist, dass du den ersten Schritt machst. Du musst keine Finanzexpertin werden. Es reicht, die Grundlagen zu verstehen und eine einfache, aber effektive Strategie zu verfolgen.

    "Mein Mann kümmert sich darum": Das ist eine klassische Falle. Auch wenn dein Partner das gut macht, ist es wichtig, dass du selbst ein Verständnis für eure Finanzen hast und mitentscheiden kannst. Es geht um die Zukunft deines Kindes – und das ist eine gemeinsame Aufgabe.

    Überforderung im Alltag: Wenn du nach der Arbeit noch drei Kinder versorgen, den Haushalt schmeißen und dann noch über Finanzen nachdenken sollst, ist das einfach zu viel. Deshalb sind automatisierte Sparpläne so genial. Einmal eingerichtet, läuft alles von selbst. Das nimmt dir den Druck.

    Praktische Umsetzung im Familienalltag: So klappt's wirklich!

    Jetzt wird's konkret! Wie kannst du das alles in deinen oft schon übervollen Alltag integrieren?

    1. Budget-Check:

      • Schau dir deine Einnahmen und Ausgaben an. Wo könntest du vielleicht 25, 50 oder 100 Euro im Monat einsparen?
      • Muss es immer der teure Coffee-to-go sein? Oder kann das Mittagessen auch mal von zu Hause mitgebracht werden? Kleine Beträge summieren sich!
      • Tipp: Nutze eine Budget-App oder eine einfache Excel-Tabelle, um den Überblick zu behalten.
    2. Automatisierung ist dein bester Freund:

      • Richte einen Dauerauftrag von deinem Girokonto auf das Kinderdepot ein.
      • Lege fest, dass der Betrag direkt am Monatsanfang abgebucht wird, wenn das Gehalt kommt ("Pay yourself first"-Prinzip).
      • So musst du nicht jeden Monat daran denken und das Geld ist "weg", bevor du es ausgeben kannst.
    3. Den Partner ins Boot holen:

      • Setzt euch zusammen und sprecht über eure gemeinsamen finanziellen Ziele für euer Kind.
      • Teilt die Verantwortung auf. Vielleicht kümmert sich einer um die Recherche, der andere um die Einrichtung des Depots.
      • Gemeinsam seid ihr stärker und motivierter!
    4. Regelmäßiger Check-up (aber nicht zu oft!):

      • Schau dir das Depot deines Kindes vielleicht einmal im Jahr an. Passt die Sparrate noch? Möchtet ihr sie erhöhen?
      • Vermeide es, täglich die Kurse zu checken. Das macht nur nervös und verleitet zu emotionalen Entscheidungen.

    Rechenbeispiel: Was kleine Beträge bewirken können

    Nehmen wir an, du richtest einen ETF Sparplan Kind mit 50 Euro pro Monat ein, sobald dein Kind geboren ist. Bei einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 6% (was bei einem breit gestreuten Welt-ETF über lange Zeiträume realistisch ist) sähe das nach 18 Jahren so aus:

    • Eingezahlte Summe: 50 Euro/Monat * 12 Monate * 18 Jahre = 10.800 Euro
    • Erwartetes Kapital nach 18 Jahren: ca. 19.300 Euro

    Fast das Doppelte deines eingesetzten Kapitals, nur durch den Zinseszinseffekt! Wenn du sogar 100 Euro pro Monat sparen könntest, wären es nach 18 Jahren schon über 38.000 Euro. Das ist eine wirklich beachtliche finanzielle Starthilfe!

    Fazit

    Ihr Lieben Mamas, ich hoffe, ich konnte dir die Angst vor dem Thema finanzielle Starthilfe für dein Kind nehmen und dir zeigen, dass es machbar ist. Es geht nicht darum, perfekt zu sein oder riesige Summen zu investieren. Es geht darum, anzufangen, dranzubleiben und die Macht des Zinseszinseffekts für dein Kind zu nutzen. Du musst kein Finanzprofi werden, um deinem Kind eine solide Basis für die Zukunft zu legen. Mit einem Kinderdepot und einem ETF Sparplan Kind hast du schon zwei der besten Werkzeuge in der Hand.

    Du bist stark, du bist klug, und du schaffst das! Denk daran, jeder kleine Schritt zählt.

    Alles Liebe, Eure Anja 💚

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    Kommentare (1)

    Kommentare werden vor Veröffentlichung geprüft.

    Annikavor mehr als 2 Jahren

    Das mit der finanziellen Freiheit is so wichtig! Will meinen Kids auch die bestmögliche Basis geben. Muss da echt mal ran jetzt.

    Anja• Antwort

    Genau das! Es is so wichtig und es ist nie zu spät anzufangen. Viel Erfolg dabei! 😊

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    Anja Fischer
    Geschrieben von

    Anja Fischer

    Mama von drei Jungs (2019, 2021, 2023) und ganz nebenbei auch noch Gästehaus-Betreiberin und Content-Creatorin. Oder in kurz: Mama und Unternehmerin. Ich teile das, was für uns funktioniert - von Tipps & Tricks aus dem Mama-Alltag über Rezepte, Bastelideen, Orga- und Finanz-Tipps und vieles vieles mehr.

    Zuletzt aktualisiert: 17. Juli 2023

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