Sparen für dein Kind im Familienalltag umsetzen
    💰 Sparen für dein Kind

    Sparen für dein Kind im Familienalltag umsetzen

    14 min Lesezeit
    Inhaltsverzeichnis
    18 Abschnitte

    Ihr Lieben Mamas,

    ich weiß genau, wie es ist. Der Familienalltag ist ein Wirbelwind aus Liebe, Lachen, aber auch unzähligen Aufgaben und manchmal auch Sorgen. Zwischen Windeln wechseln, Brei kochen, Spielplatzbesuchen und dem Versuch, selbst mal fünf Minuten Ruhe zu finden, fühlt sich der Gedanke ans Sparen für dein Kind oft wie ein weiterer riesiger Berg an, den man erklimmen muss. "Woher nehmen, wenn nicht stehlen?", denkst du vielleicht. "Und wie soll ich das überhaupt verstehen, dieses ganze Finanz-Gedöns?"

    Keine Sorge, meine Liebe. Ich bin hier, um dir das alles ganz einfach zu erklären, so als würden wir bei einer Tasse Kaffee zusammensitzen. Du musst keine Finanzexpertin werden, um für die Zukunft deines Kindes vorzusorgen. Es geht darum, kleine, machbare Schritte zu gehen und zu verstehen, wie du das Beste aus dem machst, was du hast. Denn jede noch so kleine Summe, die du heute beiseitelegst, kann morgen zu einem großen Sprungbrett für dein Kind werden.

    Warum überhaupt für dein Kind sparen?

    Vielleicht fragst du dich, wofür das alles überhaupt gut sein soll. Die Antwort ist einfach: Du schenkst deinem Kind einen Vorsprung im Leben. Stell dir vor:

    • Bildung: Ein Studium, eine Weiterbildung oder ein Auslandsjahr – all das kostet Geld.
    • Führerschein & erstes Auto: Ein Stück Freiheit, das oft teuer erkauft werden muss.
    • Erste eigene Wohnung: Kaution, Möbel – ein großer Schritt in die Selbstständigkeit.
    • Notgroschen: Für unvorhergesehene Ausgaben oder einen Start ins Berufsleben.
    • Ein guter Start: Einfach die Möglichkeit, Träume zu verwirklichen, ohne direkt in Schulden zu rutschen.

    Es geht nicht darum, deinem Kind alles zu finanzieren, sondern darum, ihm eine solide Basis zu geben, auf der es selbst aufbauen kann.

    Das deutsche Finanz-ABC für Mamas: Was du wissen musst

    Bevor wir ins Eingemachte gehen, lass uns mal kurz über ein paar wichtige Dinge sprechen, die in Deutschland für uns Mamas relevant sind. Keine Angst, ich erkläre es dir ganz einfach!

    Elterngeld: Dein finanzielles Polster in der Babyzeit

    Das Elterngeld ist eine super Sache, um die finanzielle Lücke zu schließen, wenn du nach der Geburt deines Kindes eine Auszeit vom Job nimmst. Es gibt dir die Möglichkeit, dich voll und ganz auf dein Baby zu konzentrieren.

    Wichtige Änderungen ab 2024/2025: Hier gab es ein paar Anpassungen, die du kennen solltest:

    • Einkommensgrenze: Ab dem 1. April 2024 (für Geburten ab diesem Datum) wurde die Einkommensgrenze, bis zu der man Elterngeld beziehen kann, für Paare auf 150.000 Euro zu versteuerndes Jahreseinkommen gesenkt. Für Alleinerziehende liegt sie bei 120.000 Euro. Ab dem 1. April 2025 sinkt die Grenze für Paare weiter auf 120.000 Euro und für Alleinerziehende auf 120.000 Euro. Liegt euer Einkommen darüber, habt ihr leider keinen Anspruch mehr auf Elterngeld.
    • Gleichzeitiger Bezug: Für Geburten ab dem 1. April 2024 gilt: Eltern können Basiselterngeld nur noch maximal einen Monat gleichzeitig beziehen. Ausnahmen gibt es für Frühchen, Mehrlinge und Kinder mit Behinderung. Das soll sicherstellen, dass ein Elternteil immer zu Hause ist.

    Was bedeutet das für dich und das Sparen? Wenn du Elterngeld beziehst, ist das eine gute Gelegenheit, dir einen Überblick über eure Finanzen zu verschaffen. Auch wenn das Elterngeld vielleicht nicht so hoch ist wie dein früheres Gehalt, kannst du vielleicht einen kleinen Teil davon für dein Kind beiseitelegen. Selbst 10 oder 20 Euro im Monat machen auf lange Sicht einen Unterschied!

    Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

    Freibeträge und Steuern: Dein Geld clever schützen

    Das klingt nach Fachchinesisch, ist aber eigentlich ganz logisch und hilft dir, Steuern zu sparen.

    • Kindergeld: Das kennst du wahrscheinlich schon. Es ist eine monatliche Zahlung vom Staat, die dir hilft, die Grundbedürfnisse deines Kindes zu decken. Für viele Familien ist das Kindergeld eine wichtige Säule im Budget.
    • Sparer-Pauschbetrag (ehemals Freibetrag): Das ist super wichtig! Jeder Person in Deutschland steht ein jährlicher Freibetrag zu, bis zu dem Kapitalerträge (also Gewinne aus Zinsen, Dividenden oder Verkäufen von Wertpapieren) steuerfrei bleiben. Aktuell liegt dieser bei 1.000 Euro pro Person und Jahr. Für Kinder gilt das auch! Wenn du also ein Depot auf den Namen deines Kindes eröffnest, kann es diesen Freibetrag nutzen. Das ist ein großer Vorteil, denn so bleiben die ersten 1.000 Euro Gewinn im Jahr komplett in der Kasse deines Kindes.
    • Abgeltungssteuer: Alles, was über dem Sparer-Pauschbetrag liegt, wird mit der Abgeltungssteuer von pauschal 25% (plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) versteuert. Aber eben erst, wenn der Freibetrag ausgeschöpft ist!
    • Schenkungssteuer-Freibetrag: Das ist eher für größere Summen relevant, aber gut zu wissen: Eltern können ihrem Kind alle 10 Jahre 400.000 Euro steuerfrei schenken. Das ist für die meisten von uns erstmal nicht relevant, aber zeigt, dass der Staat auch größere Vermögensübertragungen zwischen Eltern und Kindern erleichtern will.

    Typische Fehler beim Sparen – und wie du sie vermeidest

    Wir alle machen Fehler, aber beim Sparen können wir aus den Fehlern anderer lernen!

    • Fehler 1: Nicht früh genug anfangen.
      • Warum? Der Zinseszinseffekt ist dein bester Freund! Je früher du startest, desto länger kann dein Geld für dich arbeiten.
      • Lösung: Fang JETZT an, egal mit welcher Summe. Selbst 10 Euro sind besser als nichts.
    • Fehler 2: Auf die falschen Produkte setzen.
      • Warum? Ein Sparbuch oder Tagesgeldkonto bringt heute kaum noch Zinsen und verliert durch die Inflation sogar an Wert.
      • Lösung: Setze auf langfristige, renditestärkere Anlagen wie ETFs (erkläre ich gleich!).
    • Fehler 3: Aufhören, wenn es mal eng wird.
      • Warum? Das Leben ist unvorhersehbar. Aber jede Unterbrechung kostet dich wertvolle Zeit und Zinseszinsen.
      • Lösung: Richte einen kleinen, festen Betrag ein, den du wirklich immer entbehren kannst. Lieber 25 Euro konstant als 100 Euro unregelmäßig. Notfalls den Sparplan kurzzeitig pausieren oder reduzieren, aber nicht komplett aufgeben.
    • Fehler 4: Die Inflation ignorieren.
      • Warum? Die Inflation nagt an der Kaufkraft deines Geldes. Was heute 100 Euro wert ist, ist in 20 Jahren vielleicht nur noch 70 Euro wert.
      • Lösung: Wähle Produkte, die eine höhere Rendite als die Inflationsrate erzielen können (z.B. Aktien-ETFs).
    • Fehler 5: Den Partner nicht einbeziehen.
      • Warum? Finanzielle Entscheidungen sollten immer gemeinsam getroffen werden.
      • Lösung: Sprich offen mit deinem Partner über eure Sparziele und -möglichkeiten. Gemeinsam seid ihr stärker!

    Dein Geld für die Zukunft arbeiten lassen: Investmentstrategien

    Jetzt wird's spannend! Wie legen wir das Geld denn nun am besten an?

    Langfristig denken, breit streuen, Kosten niedrig halten

    Das sind die drei goldenen Regeln beim Investieren, besonders für dein Kind:

    1. Langfristig denken: Dein Kind hat noch viele Jahre vor sich. Das ist perfekt, denn so können kurzfristige Schwankungen an der Börse ausgeglichen werden.
    2. Breit streuen (Diversifikation): Lege nicht alle Eier in einen Korb! Investiere in viele verschiedene Unternehmen und Länder, um das Risiko zu minimieren.
    3. Kosten niedrig halten: Jede Gebühr, die du zahlst, schmälert deine Rendite. Achte auf günstige Produkte.

    ETFs: Dein bester Freund für den Vermögensaufbau

    "Was ist ein ETF?", fragst du dich vielleicht. Stell dir vor, du kaufst nicht nur eine Aktie von einem Unternehmen, sondern mit einem einzigen Kaufanteil an hunderten oder sogar tausenden Unternehmen gleichzeitig. Das ist ein ETF (Exchange Traded Fund).

    • Was ist das? Ein ETF ist ein börsengehandelter Indexfonds. Er bildet einen bestimmten Index nach, zum Beispiel den MSCI World, der Aktien aus über 1.600 Unternehmen weltweit enthält.
    • Warum sind ETFs so toll?
      • Breite Streuung: Du bist sofort in vielen Unternehmen investiert, was dein Risiko minimiert.
      • Geringe Kosten: ETFs sind sehr günstig, da sie passiv verwaltet werden (sie bilden einfach einen Index nach, statt dass teure Fondsmanager versuchen, den Markt zu schlagen).
      • Einfachheit: Du musst kein Experte sein. Du wählst einen oder zwei ETFs aus und besparst sie regelmäßig.
      • Historische Rendite: Langfristig haben breit gestreute Aktien-ETFs historisch gute Renditen erzielt, die die Inflation ausgleichen und dein Vermögen wachsen lassen können.

    Wer ist der Kontoinhaber: Kind oder Eltern? Eine wichtige Entscheidung!

    Das ist eine der häufigsten Fragen und eine wirklich wichtige Entscheidung, die du gut überdenken solltest.

    Option 1: Das Depot läuft auf den Namen deines Kindes

    Vorteile:

    • Steuervorteile: Dein Kind hat seinen eigenen Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr. Das bedeutet, dass Gewinne bis zu dieser Höhe steuerfrei bleiben. Das ist ein riesiger Vorteil, denn so kann das Geld deines Kindes ungestört wachsen, ohne dass du direkt Abgeltungssteuer zahlen musst.
    • Klarer Zweck: Das Geld ist eindeutig für das Kind bestimmt.

    Nachteile:

    • Zugriff mit 18: Sobald dein Kind 18 wird, hat es vollen Zugriff auf das gesamte Geld. Du hast dann keine Kontrolle mehr darüber, wofür es das Geld ausgibt. Manch ein 18-Jähriger ist vielleicht noch nicht reif genug für eine so große Summe.
    • Vormundschaftsgericht: Wenn du größere Summen vom Depot deines Kindes abheben oder Wertpapiere verkaufen möchtest (z.B. um eine Ausbildung zu finanzieren), kann es sein, dass du die Genehmigung des Vormundschaftsgerichts benötigst. Das ist ein bürokratischer Aufwand, der dazu dient, das Vermögen des Kindes zu schützen.

    Option 2: Das Depot läuft auf deinen Namen (oder den deines Partners)

    Vorteile:

    • Volle Kontrolle: Du entscheidest, wann und wofür das Geld ausgegeben wird. Du kannst es auch für andere Familienzwecke nutzen, falls es mal wirklich eng wird (was aber nicht das Ziel sein sollte!).
    • Flexibilität: Du bist nicht an die Regeln des Vormundschaftsgerichts gebunden.

    Nachteile:

    • Eigene Freibeträge: Die Gewinne aus diesem Depot werden deinem eigenen Sparer-Pauschbetrag zugerechnet. Wenn du diesen bereits mit deinen eigenen Anlagen ausschöpfst, musst du auf die Gewinne des Kinderdepots Abgeltungssteuer zahlen.
    • Schenkungssteuer: Wenn du deinem Kind das Geld später schenken möchtest und die Summe den Schenkungssteuer-Freibetrag von 400.000 Euro übersteigt, könnte Schenkungssteuer anfallen. Aber wie gesagt, das ist für die meisten von uns kein Thema.

    Meine Empfehlung: Für die meisten Familien ist ein Depot auf den Namen des Kindes die steuerlich cleverere Variante, besonders wenn die Summen noch überschaubar sind und du deinen eigenen Sparer-Pauschbetrag schon nutzt. Sprich aber unbedingt mit deinem Partner darüber und überlegt, ob ihr eurem Kind mit 18 Jahren den vollen Zugriff zutraut. Eine Alternative könnte sein, einen Teil auf den Namen des Kindes und einen Teil auf euren Namen anzulegen, um flexibel zu bleiben.

    Sparen im Familienalltag: So klappt's wirklich!

    Theorie ist schön und gut, aber wie setzen wir das jetzt im Alltag um, wenn die Zeit knapp und das Budget oft eng ist?

    1. Dein Budget-Check: Wo bleibt das Geld?

    Das klingt vielleicht nach Arbeit, aber es ist der wichtigste Schritt. Du musst wissen, wohin dein Geld fließt.

    • Schritt-für-Schritt Anleitung:
      1. Einnahmen aufschreiben: Was kommt jeden Monat rein (Gehalt, Elterngeld, Kindergeld etc.)?
      2. Feste Ausgaben notieren: Miete, Strom, Versicherungen, Handy, Internet, Abos.
      3. Variable Ausgaben tracken: Lebensmittel, Drogerie, Freizeit, Kleidung. Nutze dafür eine App, ein Notizbuch oder eine Excel-Tabelle. Mach das mal für ein bis zwei Monate.
      4. Lücken finden: Wo kannst du vielleicht ein paar Euro einsparen? Brauchst du wirklich alle Streaming-Dienste? Kannst du beim Wocheneinkauf etwas optimieren?

    Du wirst überrascht sein, wo sich kleine Beträge verstecken, die du für dein Kind beiseitelegen könntest.

    2. Automatisierung ist dein Freund: Der Sparplan

    Der beste Sparplan ist der, den du nicht vergisst.

    • Richte einen Dauerauftrag ein: Sobald dein Gehalt/Elterngeld kommt, geht ein fester Betrag direkt auf das Depot deines Kindes.
    • Betrag: Fang klein an! Selbst 25 Euro im Monat sind ein super Start. Wenn es mal besser läuft, kannst du den Betrag jederzeit erhöhen.
    • Wichtig: Lege den Sparplan so früh wie möglich im Monat an, direkt nach Gehaltseingang. So ist das Geld "weg", bevor du es ausgeben kannst.

    3. Starte klein, aber starte!

    Du musst nicht sofort 100 Euro im Monat sparen. Fang mit dem an, was du entbehren kannst.

    • 10 Euro pro Woche: Das sind nur 1,40 Euro am Tag – weniger als ein Kaffee.
    • 25 Euro im Monat: Das ist ein kleiner Betrag, der aber über die Jahre zu einer beachtlichen Summe werden kann.

    4. Windfall Money: Extras clever nutzen

    Bekommst du mal unerwartet Geld?

    • Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Steuererstattung, Geschenke: Überlege, ob du einen Teil davon direkt in den Sparplan deines Kindes stecken kannst.
    • Geburtstags- oder Taufgeschenke: Frage Familie und Freunde, ob sie lieber einen Beitrag zum Sparplan leisten möchten, anstatt Spielzeug zu kaufen, das vielleicht schnell wieder uninteressant wird.

    5. Das richtige Mindset: Sprecht über Geld!

    Geld ist kein Tabuthema. Sprich mit deinem Partner über eure Sparziele und auch mit deinem Kind, wenn es älter wird. Erkläre ihm, warum ihr spart und welche Träume es sich damit später erfüllen kann. Das schafft Verständnis und Wertschätzung.

    Die Macht des Zinseszinses: Beispielrechnungen

    Lass uns mal schauen, was kleine Beträge über die Zeit bewirken können. Ich rechne hier mit einer durchschnittlichen Rendite von 6% pro Jahr, was für breit gestreute Aktien-ETFs langfristig realistisch ist (aber natürlich nicht garantiert!).

    Szenario 1: Der kleine Start Du sparst 25 Euro im Monat für dein Kind.

    • Nach 10 Jahren: Du hast 3.000 Euro eingezahlt. Dein Depotwert könnte bei ca. 4.100 Euro liegen.
    • Nach 18 Jahren: Du hast 5.400 Euro eingezahlt. Dein Depotwert könnte bei ca. 9.700 Euro liegen.

    Szenario 2: Der solide Weg Du sparst 50 Euro im Monat für dein Kind.

    • Nach 10 Jahren: Du hast 6.000 Euro eingezahlt. Dein Depotwert könnte bei ca. 8.200 Euro liegen.
    • Nach 18 Jahren: Du hast 10.800 Euro eingezahlt. Dein Depotwert könnte bei ca. 19.400 Euro liegen.

    Szenario 3: Wenn du etwas mehr kannst Du sparst 100 Euro im Monat für dein Kind.

    • Nach 10 Jahren: Du hast 12.000 Euro eingezahlt. Dein Depotwert könnte bei ca. 16.400 Euro liegen.
    • Nach 18 Jahren: Du hast 21.600 Euro eingezahlt. Dein Depotwert könnte bei ca. 38.800 Euro liegen.

    Siehst du, wie das Geld wächst, auch wenn du "nur" kleine Beträge einzahlst? Das ist der magische Zinseszinseffekt!

    Emotionale Hürden überwinden: Du schaffst das!

    Ich weiß, dass viele von uns Mamas ähnliche Gedanken haben, wenn es ums Thema Finanzen geht.

    • "Ich hab kein Geld zum Sparen."
      • Meine Antwort: Ich verstehe das total. Aber oft sind es die kleinen Dinge. Schau dir dein Budget an. Kannst du vielleicht auf einen Kaffee to go verzichten oder einmal weniger bestellen? Jeder Euro zählt. Fang wirklich mit 10 oder 25 Euro an. Es geht um die Gewohnheit, nicht um die Höhe am Anfang.
    • "Das ist mir alles zu kompliziert."
      • Meine Antwort: Das Gefühl kenne ich! Aber genau deshalb erkläre ich dir das mit den ETFs so einfach. Du musst kein Finanzprofi werden. Wähle einen guten, breit gestreuten ETF (z.B. auf den MSCI World), richte einen Sparplan ein und lass ihn laufen. Das ist wirklich alles, was du am Anfang tun musst.
    • "Ich hab Angst, Fehler zu machen und Geld zu verlieren."
      • Meine Antwort: Diese Angst ist menschlich. Aber Nichtstun ist oft der größte Fehler, weil die Inflation dein Geld entwertet. Mit breit gestreuten ETFs minimierst du das Risiko erheblich, besonders über lange Zeiträume. Die Börse schwankt, ja, aber langfristig ging es historisch immer bergauf. Fang mit einer kleinen Summe an, um dich daran zu gewöhnen.
    • "Ich hab keine Zeit, mich darum zu kümmern."
      • Meine Antwort: Du hast Recht, deine Zeit ist Gold wert! Aber genau deshalb ist die Automatisierung so genial. Einmal eingerichtet, läuft der Sparplan von selbst. Das Einrichten dauert vielleicht eine Stunde, aber danach hast du den Kopf frei.

    Deine Checkliste für den Start

    Bereit? Dann legen wir los!

    • Schritt 1: Budget-Check: Finde heraus, wo dein Geld hingeht und wo du vielleicht 10, 25 oder 50 Euro im Monat "freischaufeln" kannst.
    • Schritt 2: Entscheidung treffen: Möchtest du das Depot auf den Namen deines Kindes oder auf deinen Namen eröffnen? (Denk an die Vor- und Nachteile!)
    • Schritt 3: Depot eröffnen: Wähle einen Online-Broker (z.B. Scalable Capital, Trade Republic, Consorsbank, ING) und eröffne ein Depot. Das geht heute ganz einfach online.
    • Schritt 4: ETF auswählen: Wähle einen breit gestreuten ETF, z.B. einen auf den MSCI World oder FTSE All-World.
    • Schritt 5: Sparplan einrichten: Richte einen monatlichen Sparplan mit dem Betrag ein, den du entbehren kannst. Am besten direkt am Monatsanfang.
    • Schritt 6: Dranbleiben: Lass den Sparplan laufen und schau nicht jeden Tag auf die Kurse. Das ist ein Marathon, kein Sprint!

    Du musst nicht perfekt sein, um anzufangen. Du musst nur anfangen. Und jeder kleine Schritt, den du heute machst, ist ein riesiges Geschenk für die Zukunft deines Kindes.

    Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Finanzberatung dar. Die Finanzmärkte bergen Risiken, und es kann zu Kapitalverlusten kommen. Bitte informiere dich eigenständig und ziehe bei Bedarf eine professionelle Finanzberatung in Betracht, bevor du Anlageentscheidungen triffst.

    Alles Liebe, Eure Anja 💚

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    Kommentare (1)

    Kommentare werden vor Veröffentlichung geprüft.

    Sabrina Schwarzvor mehr als 2 Jahren

    Das kenn ich! Dieses ganze Finanz-Gedöns is echt so ein riesen Berg im Alltag. Gut, dass du das mit den kleinen Schritten so einfach erklärst.

    Anja• Antwort

    Freut mich sehr, Sabrina, dass es dir hilft und ich das Thema etwas entzerren kann! Genau dafür schreib ich. 😊

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    Anja Fischer
    Geschrieben von

    Anja Fischer

    Mama von drei Jungs (2019, 2021, 2023) und ganz nebenbei auch noch Gästehaus-Betreiberin und Content-Creatorin. Oder in kurz: Mama und Unternehmerin. Ich teile das, was für uns funktioniert - von Tipps & Tricks aus dem Mama-Alltag über Rezepte, Bastelideen, Orga- und Finanz-Tipps und vieles vieles mehr.

    Zuletzt aktualisiert: 15. November 2023

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