Ihr Lieben Mamas,
ich weiß genau, wie es ist. Der Familienalltag ist ein Wirbelwind aus Liebe, Lachen, aber auch unzähligen Aufgaben und manchmal auch Sorgen. Zwischen Windeln wechseln, Brei kochen, Spielplatzbesuchen und dem Versuch, selbst mal fünf Minuten Ruhe zu finden, fühlt sich der Gedanke ans Sparen für dein Kind oft wie ein weiterer riesiger Berg an, den man erklimmen muss. "Woher nehmen, wenn nicht stehlen?", denkst du vielleicht. "Und wie soll ich das überhaupt verstehen, dieses ganze Finanz-Gedöns?"
Keine Sorge, meine Liebe. Ich bin hier, um dir das alles ganz einfach zu erklären, so als würden wir bei einer Tasse Kaffee zusammensitzen. Du musst keine Finanzexpertin werden, um für die Zukunft deines Kindes vorzusorgen. Es geht darum, kleine, machbare Schritte zu gehen und zu verstehen, wie du das Beste aus dem machst, was du hast. Denn jede noch so kleine Summe, die du heute beiseitelegst, kann morgen zu einem großen Sprungbrett für dein Kind werden.
Warum überhaupt für dein Kind sparen?
Vielleicht fragst du dich, wofür das alles überhaupt gut sein soll. Die Antwort ist einfach: Du schenkst deinem Kind einen Vorsprung im Leben. Stell dir vor:
- Bildung: Ein Studium, eine Weiterbildung oder ein Auslandsjahr – all das kostet Geld.
- Führerschein & erstes Auto: Ein Stück Freiheit, das oft teuer erkauft werden muss.
- Erste eigene Wohnung: Kaution, Möbel – ein großer Schritt in die Selbstständigkeit.
- Notgroschen: Für unvorhergesehene Ausgaben oder einen Start ins Berufsleben.
- Ein guter Start: Einfach die Möglichkeit, Träume zu verwirklichen, ohne direkt in Schulden zu rutschen.
Es geht nicht darum, deinem Kind alles zu finanzieren, sondern darum, ihm eine solide Basis zu geben, auf der es selbst aufbauen kann.
Das deutsche Finanz-ABC für Mamas: Was du wissen musst
Bevor wir ins Eingemachte gehen, lass uns mal kurz über ein paar wichtige Dinge sprechen, die in Deutschland für uns Mamas relevant sind. Keine Angst, ich erkläre es dir ganz einfach!
Elterngeld: Dein finanzielles Polster in der Babyzeit
Das Elterngeld ist eine super Sache, um die finanzielle Lücke zu schließen, wenn du nach der Geburt deines Kindes eine Auszeit vom Job nimmst. Es gibt dir die Möglichkeit, dich voll und ganz auf dein Baby zu konzentrieren.
Wichtige Änderungen ab 2024/2025: Hier gab es ein paar Anpassungen, die du kennen solltest:
- Einkommensgrenze: Ab dem 1. April 2024 (für Geburten ab diesem Datum) wurde die Einkommensgrenze, bis zu der man Elterngeld beziehen kann, für Paare auf 150.000 Euro zu versteuerndes Jahreseinkommen gesenkt. Für Alleinerziehende liegt sie bei 120.000 Euro. Ab dem 1. April 2025 sinkt die Grenze für Paare weiter auf 120.000 Euro und für Alleinerziehende auf 120.000 Euro. Liegt euer Einkommen darüber, habt ihr leider keinen Anspruch mehr auf Elterngeld.
- Gleichzeitiger Bezug: Für Geburten ab dem 1. April 2024 gilt: Eltern können Basiselterngeld nur noch maximal einen Monat gleichzeitig beziehen. Ausnahmen gibt es für Frühchen, Mehrlinge und Kinder mit Behinderung. Das soll sicherstellen, dass ein Elternteil immer zu Hause ist.
Was bedeutet das für dich und das Sparen? Wenn du Elterngeld beziehst, ist das eine gute Gelegenheit, dir einen Überblick über eure Finanzen zu verschaffen. Auch wenn das Elterngeld vielleicht nicht so hoch ist wie dein früheres Gehalt, kannst du vielleicht einen kleinen Teil davon für dein Kind beiseitelegen. Selbst 10 oder 20 Euro im Monat machen auf lange Sicht einen Unterschied!
Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
Freibeträge und Steuern: Dein Geld clever schützen
Das klingt nach Fachchinesisch, ist aber eigentlich ganz logisch und hilft dir, Steuern zu sparen.
- Kindergeld: Das kennst du wahrscheinlich schon. Es ist eine monatliche Zahlung vom Staat, die dir hilft, die Grundbedürfnisse deines Kindes zu decken. Für viele Familien ist das Kindergeld eine wichtige Säule im Budget.
- Sparer-Pauschbetrag (ehemals Freibetrag): Das ist super wichtig! Jeder Person in Deutschland steht ein jährlicher Freibetrag zu, bis zu dem Kapitalerträge (also Gewinne aus Zinsen, Dividenden oder Verkäufen von Wertpapieren) steuerfrei bleiben. Aktuell liegt dieser bei 1.000 Euro pro Person und Jahr. Für Kinder gilt das auch! Wenn du also ein Depot auf den Namen deines Kindes eröffnest, kann es diesen Freibetrag nutzen. Das ist ein großer Vorteil, denn so bleiben die ersten 1.000 Euro Gewinn im Jahr komplett in der Kasse deines Kindes.
- Abgeltungssteuer: Alles, was über dem Sparer-Pauschbetrag liegt, wird mit der Abgeltungssteuer von pauschal 25% (plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) versteuert. Aber eben erst, wenn der Freibetrag ausgeschöpft ist!
- Schenkungssteuer-Freibetrag: Das ist eher für größere Summen relevant, aber gut zu wissen: Eltern können ihrem Kind alle 10 Jahre 400.000 Euro steuerfrei schenken. Das ist für die meisten von uns erstmal nicht relevant, aber zeigt, dass der Staat auch größere Vermögensübertragungen zwischen Eltern und Kindern erleichtern will.




