Sparen für dein Kind langfristig denken
    💰 Sparen für dein Kind

    Sparen für dein Kind langfristig denken

    14 min Lesezeit
    Inhaltsverzeichnis
    27 Abschnitte

    Ihr Lieben Mamas,

    ich weiß, das Thema Finanzen kann sich manchmal anfühlen wie ein riesiger Berg, den man kaum überblicken kann. Besonders, wenn man nach einem langen Tag mit Kindern und Job einfach nur noch auf die Couch fallen möchte. Aber heute möchte ich mit dir über etwas sprechen, das mir wirklich am Herzen liegt: langfristig für dein Kind zu sparen. Und keine Sorge, wir machen das ganz entspannt, so als würden wir bei einem Kaffee sitzen und ich dir alles in Ruhe erkläre. Du musst keine Finanzexpertin werden, versprochen!

    Warum langfristiges Sparen für dein Kind so wichtig ist

    Stell dir vor, dein Kind ist 18. Es steht vor der Tür zur Welt, voller Träume und Pläne. Vielleicht möchte es studieren, eine Ausbildung machen, den Führerschein finanzieren oder sogar einen Grundstein für die erste eigene Wohnung legen. All das kostet Geld, und genau hier kommt dein Weitblick ins Spiel.

    Ein finanzielles Polster, das du über die Jahre aufgebaut hast, kann deinem Kind einen riesigen Startvorteil verschaffen. Es nimmt Druck weg, ermöglicht Entscheidungen aus Leidenschaft statt aus Notwendigkeit und gibt deinem Kind die Freiheit, seinen eigenen Weg zu gehen. Es ist wie ein liebevoller Rückenwind, den du ihm mit auf den Weg gibst.

    Ich weiß, du fragst dich vielleicht: "Wo soll das Geld herkommen? Wir haben doch kaum genug für uns selbst!" Und ich verstehe das total. Gerade als Mama, vielleicht in Teilzeit oder in Elternzeit, fühlt sich jeder Euro doppelt an. Aber ich zeige dir, wie auch kleine Schritte über die Zeit Großes bewirken können.

    Die Vision für dein Kind: Wofür sparen wir eigentlich?

    • Bildung und Ausbildung: Ob Studium, Meisterkurs oder Sprachreise – Bildung ist eine Investition in die Zukunft.
    • Führerschein und erstes Auto: Ein Stück Unabhängigkeit, das viele junge Menschen sich wünschen.
    • Startkapital für die erste Wohnung: Eine Kaution oder die ersten Möbel sind oft eine große Hürde.
    • Finanzielles Polster für den Start ins Erwachsenenleben: Einfach die Sicherheit zu haben, nicht sofort jeden Euro umdrehen zu müssen.

    Dein Startpunkt: Die deutsche Realität und wie wir damit umgehen

    Wir leben in Deutschland, und das bringt ein paar Besonderheiten mit sich, die wir beim Sparen beachten sollten.

    Die Elterngeld-Änderungen 2024/2025: Was bedeutet das für dich?

    Du hast sicher von den Änderungen beim Elterngeld gehört, die für Geburten ab dem 1. April 2024 gelten. Das ist ein wichtiger Punkt, besonders wenn du und dein Partner ein höheres Einkommen habt.

    Die wichtigste Änderung: Die Einkommensgrenze, ab der Paare keinen Anspruch mehr auf Elterngeld haben, wurde gesenkt.

    • Für Geburten bis zum 31. März 2024 lag die Grenze für Paare bei einem zu versteuernden Einkommen von 300.000 Euro.
    • Für Geburten ab dem 1. April 2024 sinkt diese Grenze auf 150.000 Euro für Paare und 120.000 Euro für Alleinerziehende.
    • Ab dem 1. April 2025 sinkt die Grenze für Paare weiter auf 120.000 Euro.

    Das bedeutet, dass einige Familien, die bisher Elterngeld bekommen haben, zukünftig keinen Anspruch mehr haben werden. Auch die Möglichkeit, Basiselterngeld gleichzeitig zu beziehen, wurde eingeschränkt. Statt bisher 14 Monate können Eltern nur noch maximal einen Monat Basiselterngeld gleichzeitig beziehen, es sei denn, es handelt sich um Frühgeburten oder Mehrlinge.

    Was heißt das für unser Sparen? Es kann bedeuten, dass in der Elternzeit weniger Geld zur Verfügung steht, als du vielleicht eingeplant hattest. Das ist kein Grund zur Panik, sondern ein Anlass, noch bewusster mit den Finanzen umzugehen und frühzeitig zu planen. Vielleicht musst du deine Sparrate anpassen oder den Start etwas verschieben – aber das Wichtigste ist, überhaupt anzufangen, wenn es dir möglich ist.

    Der heimliche Geld-Fresser: Inflation

    Hast du das Gefühl, dass dein Geld immer weniger wert ist? Das liegt an der Inflation. Ganz einfach ausgedrückt: Für denselben Betrag bekommst du heute weniger als noch vor ein paar Jahren. Ein Brötchen, das früher 30 Cent gekostet hat, kostet heute vielleicht 50 Cent.

    Wenn du Geld einfach auf einem Sparbuch liegen lässt, frisst die Inflation es langsam auf. Das bedeutet, dass die 10.000 Euro, die du heute für dein Kind sparst, in 18 Jahren vielleicht nur noch die Kaufkraft von 6.000 oder 7.000 Euro haben. Deshalb ist es so wichtig, dass dein Geld nicht nur liegt, sondern für dich arbeitet und im besten Fall die Inflation ausgleicht oder sogar übertrifft.

    Grundlagen des Sparens – Kein Hexenwerk!

    Bevor wir zu den konkreten Möglichkeiten kommen, lass uns ein paar Basics klären.

    1. Sparziele definieren: Wie viel und wofür?

    Es ist viel einfacher, motiviert zu bleiben, wenn du ein klares Ziel vor Augen hast. Setz dich mal hin und überlege:

    • Was soll das Geld deinem Kind ermöglichen? (z.B. Studium, Führerschein, Startkapital)
    • Wie viel Geld wäre dafür realistisch? (z.B. 20.000€ für den Führerschein und ein kleines Polster, 50.000€ für ein Studium)
    • Bis wann soll das Geld verfügbar sein? (z.B. bis zum 18. Geburtstag)

    Wenn du zum Beispiel 30.000 Euro bis zum 18. Geburtstag deines Kindes sparen möchtest, sind das bei 0% Zinsen 138 Euro pro Monat. Aber keine Sorge, wir schauen uns gleich an, wie dein Geld für dich arbeiten kann!

    2. Der Zinseszinseffekt: Dein Geld arbeitet für dich!

    Das ist der absolute Game-Changer beim langfristigen Sparen! Stell dir vor, du legst Geld an und bekommst dafür Zinsen. Im nächsten Jahr bekommst du nicht nur Zinsen auf dein ursprünglich angelegtes Geld, sondern auch auf die Zinsen, die du im ersten Jahr bekommen hast. Das ist der Zinseszinseffekt – dein Geld bekommt "Babys", die dann wiederum "Babys" bekommen.

    Ein kleines Beispiel: Wenn du jeden Monat 50 Euro für dein Kind sparst und dein Geld durchschnittlich 6% Rendite pro Jahr erwirtschaftet (was mit den richtigen Anlagen langfristig realistisch sein kann), dann hättest du nach 18 Jahren:

    • Selbst eingezahlt: 10.800 Euro (18 Jahre * 12 Monate * 50 Euro)
    • Durch Zinseszins und Rendite: Über 19.000 Euro! Fast doppelt so viel, nur weil du früh angefangen und dein Geld arbeiten lassen hast!

    3. Früh anfangen lohnt sich doppelt

    Der Zinseszinseffekt braucht Zeit, um seine volle Kraft zu entfalten. Je früher du anfängst, desto länger kann dein Geld für dich arbeiten und desto weniger musst du selbst einzahlen, um dein Ziel zu erreichen. Der beste Zeitpunkt war gestern, der zweitbeste ist heute! Auch wenn es nur 25 Euro im Monat sind – es ist ein Start!

    Deine Spar-Optionen – Einfach erklärt

    Jetzt wird's konkret! Welche Möglichkeiten gibt es, um für dein Kind zu sparen?

    1. Girokonto / Sparbuch: Lieber nicht für langfristig

    Ein Girokonto oder Sparbuch ist super für Geld, das du schnell brauchst. Aber für langfristiges Sparen ist es leider keine gute Wahl. Die Zinsen sind hier meist so niedrig, dass sie nicht mal die Inflation ausgleichen. Dein Geld verliert also an Wert.

    2. Tagesgeldkonto: Für den Notgroschen, nicht für die Zukunft

    Ein Tagesgeldkonto bietet etwas höhere Zinsen als ein Sparbuch und du kommst jederzeit an dein Geld. Es ist eine gute Option für einen Notgroschen oder Geld, das du in den nächsten 1-3 Jahren brauchst. Aber auch hier ist die Rendite meist nicht hoch genug, um langfristig Vermögen aufzubauen und die Inflation zu schlagen.

    3. Das Kinderdepot mit ETFs: Dein bester Freund für die Zukunft!

    Das ist meine absolute Empfehlung für langfristiges Sparen für dein Kind! Klingt kompliziert? Ist es aber nicht, wenn man es einmal verstanden hat.

    Was ist ein Kinderdepot?

    Ein Kinderdepot ist ein Wertpapierdepot, das auf den Namen deines Kindes eröffnet wird. Du als Elternteil bist der gesetzliche Vertreter und verwaltest es, aber das Geld gehört rechtlich deinem Kind. Das hat einen riesigen Vorteil, den ich dir gleich erkläre.

    Was sind ETFs?

    ETFs (Exchange Traded Funds) sind wie ein großer Topf, in dem ganz viele verschiedene Aktien oder Anleihen stecken. Stell dir vor, du kaufst nicht nur eine Aktie von einer Firma, sondern mit einem ETF kaufst du Anteile an Hunderten oder Tausenden von Firmen gleichzeitig.

    Die Vorteile von ETFs:

    • Breite Streuung: Du bist nicht vom Erfolg einer einzelnen Firma abhängig. Wenn eine Firma mal schlecht läuft, fangen die anderen das auf. Das macht es viel sicherer als Einzelaktien.
    • Geringe Kosten: ETFs sind sehr günstig, weil sie einfach einen bestehenden Index (wie den DAX oder den MSCI World) nachbilden und nicht von teuren Fondsmanagern aktiv verwaltet werden müssen.
    • Einfachheit: Du kannst mit einem ETF-Sparplan schon ab 25 Euro im Monat automatisch in ETFs investieren. Einmal eingerichtet, läuft es von selbst.
    • Transparenz: Du weißt immer genau, worin du investiert bist.

    Der große Vorteil des Kinderdepots: Der Sparer-Pauschbetrag deines Kindes

    Hier kommt der Knackpunkt, warum ein Kinderdepot so genial ist: Jedes Kind hat wie jeder Erwachsene einen eigenen Sparer-Pauschbetrag. Das ist ein Betrag, den es jedes Jahr an Kapitalerträgen (also Gewinnen aus Zinsen, Dividenden oder Verkäufen) steuerfrei einnehmen darf.

    • Ab 2024 liegt dieser Sparer-Pauschbetrag bei 1.000 Euro pro Jahr.
    • Zusätzlich gibt es den Grundfreibetrag von 11.604 Euro (Stand 2024), den dein Kind nicht versteuern muss.

    Das bedeutet: Dein Kind kann jedes Jahr bis zu 1.000 Euro Gewinne aus seinen ETF-Anlagen erzielen, ohne dass darauf die Abgeltungssteuer (25% plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) fällig wird. Das ist ein riesiger Vorteil gegenüber einem Depot, das auf deinen Namen läuft, denn deine eigenen Freibeträge sind wahrscheinlich schon durch deine eigenen Anlagen ausgeschöpft.

    Wie nutzt du das? Du stellst für dein Kind einen Freistellungsauftrag bei der Bank ein. So werden Gewinne bis 1.000 Euro direkt steuerfrei ausgezahlt oder wieder angelegt. Das ist der Zinseszinseffekt hoch zwei, weil der Staat nicht mitkassiert!

    Wichtig: Wenn dein Kind volljährig wird, gehört das Geld ihm. Das ist super für die finanzielle Bildung und Eigenverantwortung, aber auch etwas, das du mitbedenken solltest.

    4. Aktiv gemanagte Fonds: Oft teurer

    Es gibt auch Fonds, die von Managern aktiv verwaltet werden. Diese versuchen, besser als der Markt zu sein. Das Problem: Sie sind oft teurer (höhere Gebühren) und schaffen es langfristig selten, besser als ein einfacher ETF zu sein. Für den Anfang und für die meisten von uns sind ETFs die bessere, einfachere und günstigere Wahl.

    Praktische Schritte für deinen Familienalltag

    Ich weiß, der Alltag ist voll. Deshalb hier ein paar einfache Tipps, die du sofort umsetzen kannst.

    1. Dein Budget im Blick: Wo bleibt das Geld?

    Keine Sorge, du musst kein Buchhalter werden. Aber ein grober Überblick hilft ungemein.

    • Haushaltsbuch: Nutze eine App oder eine einfache Excel-Tabelle, um für ein paar Monate deine Einnahmen und Ausgaben zu tracken. Wo geht dein Geld hin? Gibt es "Geld-Fresser", die du reduzieren könntest?
    • Kleine Beträge: Manchmal sind es die kleinen Dinge. Der tägliche Coffee-to-go, das Abo, das du nicht nutzt. Wenn du 20-30 Euro im Monat findest, ist das schon ein super Start für den ETF-Sparplan!

    2. Automatisierung ist dein bester Freund!

    Das ist der wichtigste Tipp überhaupt: Richte einen Dauerauftrag ein!

    • Bestimme einen festen Betrag (z.B. 25, 50 oder 100 Euro).
    • Lege ein festes Datum im Monat fest (z.B. direkt nach Gehaltseingang).
    • Richte den Dauerauftrag ein, der das Geld automatisch in den ETF-Sparplan deines Kinderdepots überweist.
    • Einmal einrichten, nie mehr dran denken! So sparst du ganz nebenbei und es wird zur Gewohnheit.

    3. Geldgeschenke clever nutzen

    Geburtstage, Weihnachten, Taufe, Kommunion/Konfirmation – dein Kind bekommt oft Geldgeschenke. Statt es für Spielzeug auszugeben, das schnell vergessen ist, sprich mit Verwandten und Freunden. Vielleicht möchten sie lieber einen Beitrag zum Kinderdepot leisten? Oder du legst einen Teil der Geldgeschenke direkt dort an. Das summiert sich über die Jahre enorm!

    4. Den Partner einbinden

    Vielleicht ist dein Partner derjenige, der sich bisher um die Finanzen gekümmert hat. Das ist okay! Aber es ist wichtig, dass du verstehst, was passiert, und dass ihr gemeinsam Entscheidungen trefft. Sprich mit ihm über deine Gedanken zum Sparen für euer Kind. Gemeinsam seid ihr ein starkes Team!

    Typische Fehler vermeiden

    Keine Sorge, das passiert den Besten. Aber wenn du sie kennst, kannst du sie umgehen!

    • Nicht anfangen: "Ich warte noch, bis wir mehr Geld haben." – Der Zinseszinseffekt liebt Zeit. Fang mit kleinen Beträgen an, Hauptsache, du fängst an!
    • Inflation unterschätzen: Geld auf dem Sparbuch ist kein Sparen, sondern Wertverlust.
    • Panik bei Kursschwankungen: Die Börse geht mal hoch, mal runter. Das ist normal. Bei langfristigen Anlagen (10+ Jahre) gleicht sich das meist wieder aus. Nicht verkaufen, wenn es mal bergab geht! Das ist der größte Fehler.
    • Steuerfreibeträge nicht nutzen: Denk an den Sparer-Pauschbetrag deines Kindes! Stell den Freistellungsauftrag.
    • Zu hohe Erwartungen: Finanzmärkte sind keine Gelddruckmaschinen. Sei realistisch, aber optimistisch.

    Deine Ängste sind okay – aber lass uns sie gemeinsam angehen!

    Ich weiß, diese ganzen Begriffe und Zahlen können einschüchternd wirken. Vielleicht denkst du:

    • "Ich versteh nix von Geld, das ist mir zu kompliziert!"
      • Meine Antwort: Du musst keine Finanzexpertin werden! Mit einem ETF-Sparplan auf den MSCI World investierst du in die Weltwirtschaft. Das ist so einfach, wie es nur geht. Du musst nur einmal verstehen, wie es funktioniert, und dann läuft es automatisch. Ich bin ja auch da, um es dir zu erklären!
    • "Wir haben doch kein Geld übrig!"
      • Meine Antwort: Das ist oft nur eine Frage der Prioritäten. Fang mit 25 Euro an. Das ist weniger als ein Kinobesuch oder zwei Kaffees die Woche. Du wirst staunen, was das über die Jahre bewirken kann. Jede Reise beginnt mit einem ersten Schritt.
    • "Was, wenn das Geld weg ist?"
      • Meine Antwort: Diese Sorge ist verständlich. Bei ETFs investierst du in sehr viele Unternehmen gleichzeitig. Das Risiko, dass alle Unternehmen pleitegehen, ist extrem gering. Die Vergangenheit zeigt, dass die Weltwirtschaft langfristig immer gewachsen ist. Wichtig ist, dass du langfristig denkst (mindestens 10-15 Jahre).
    • "Mein Mann kümmert sich um die Finanzen."
      • Meine Antwort: Das ist super, wenn ihr das so aufgeteilt habt. Aber es ist wichtig, dass du ein Grundverständnis hast und mitentscheiden kannst. Es geht um die Zukunft deines Kindes, und das ist eine gemeinsame Aufgabe. Frag nach, lass es dir erklären, nimm das Heft selbst in die Hand, wenn du möchtest. Du bist stark und klug genug dafür!

    Konkrete Zahlen und Rechenbeispiele

    Lass uns das Ganze noch greifbarer machen:

    Beispiel 1: Die Macht des Zinseszinses

    • Monatliche Sparrate: 50 Euro
    • Anlagedauer: 18 Jahre
    • Durchschnittliche Rendite: 6% pro Jahr (langfristig mit breit gestreuten ETFs realistisch)
    • Gesamteinzahlung: 10.800 Euro
    • Endkapital: ca. 19.000 Euro Du siehst, fast 8.200 Euro sind nur durch die Arbeit deines Geldes entstanden!

    Beispiel 2: Inflation frisst Geld

    • Betrag heute: 10.000 Euro
    • Inflationsrate: 3% pro Jahr
    • Kaufkraft in 18 Jahren: Nur noch ca. 5.870 Euro Deine 10.000 Euro sind dann nur noch die Hälfte wert, wenn sie nicht angelegt werden!

    Beispiel 3: Der Sparer-Pauschbetrag deines Kindes

    Dein Kind hat ein Depot und erzielt in einem Jahr 800 Euro Gewinne (aus Dividenden und Kursgewinnen).

    • Da der Sparer-Pauschbetrag 1.000 Euro beträgt, sind diese 800 Euro komplett steuerfrei.
    • Würde das Depot auf deinen Namen laufen und du hättest deine Freibeträge schon ausgeschöpft, müsstest du auf die 800 Euro ca. 25% Abgeltungssteuer zahlen, also 200 Euro. Das ist Geld, das dem Zinseszinseffekt verloren geht!

    Deine Checkliste für den Start

    1. Sparziel festlegen: Wie viel Geld soll es bis wann sein?
    2. Budget prüfen: Wo kannst du vielleicht 25, 50 oder 100 Euro im Monat "finden"?
    3. Kinderdepot eröffnen: Recherchiere Anbieter (z.B. Direktbanken wie Comdirect, Consorsbank, ING – sie bieten oft kostenlose Depots an).
    4. ETF auswählen: Starte mit einem weltweit streuenden ETF auf den MSCI World oder FTSE All-World. Das ist die einfachste und breiteste Streuung.
    5. ETF-Sparplan einrichten: Lege den monatlichen Betrag fest und das Ausführungsdatum.
    6. Dauerauftrag einrichten: Sorge dafür, dass das Geld automatisch vom Girokonto zum Depot fließt.
    7. Freistellungsauftrag stellen: Denk an den Sparer-Pauschbetrag deines Kindes!

    Du siehst, es ist kein Hexenwerk. Es sind ein paar Schritte, die du einmal gehst, und dann läuft es fast von allein.

    Schlusswort

    Liebe Mama, ich weiß, du gibst jeden Tag alles für dein Kind. Und genau deshalb ist es so wertvoll, wenn du dir auch um seine finanzielle Zukunft Gedanken machst. Du musst nicht perfekt sein, du musst nicht sofort riesige Summen anlegen. Fang klein an, fang heute an. Jeder Euro, den du heute für dein Kind anlegst, ist ein Geschenk an seine Zukunft. Du bist stark, du bist klug, und du schaffst das!

    Alles Liebe, Eure Anja 💚

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    Anja Fischer
    Geschrieben von

    Anja Fischer

    Mama von drei Jungs (2019, 2021, 2023) und ganz nebenbei auch noch Gästehaus-Betreiberin und Content-Creatorin. Oder in kurz: Mama und Unternehmerin. Ich teile das, was für uns funktioniert - von Tipps & Tricks aus dem Mama-Alltag über Rezepte, Bastelideen, Orga- und Finanz-Tipps und vieles vieles mehr.

    Zuletzt aktualisiert: 14. November 2023

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