Wie viel Geld sollte man für sein Kind sparen?
    💰 Sparen für dein Kind

    Wie viel Geld sollte man für sein Kind sparen?

    11 min Lesezeit
    Inhaltsverzeichnis
    17 Abschnitte

    Ihr Lieben Mamas,

    Hand aufs Herz: Wer von uns hat sich nicht schon mal gefragt, wie wir unsere kleinen Schätze finanziell am besten absichern können? Zwischen Windeln wechseln, Brei kochen und dem täglichen Spagat zwischen Job und Familie ist das Thema "Geld sparen für mein Kind" oft ein riesiger Berg, der uns einschüchtert. Ich weiß genau, wie sich das anfühlt! Manchmal scheint es, als müsste man ein Finanzgenie sein, um da durchzublicken. Aber keine Sorge, meine Liebe, das musst du nicht!

    Ich möchte heute mit dir ganz entspannt bei einer Tasse Kaffee darüber sprechen, wie du diesen Berg Schritt für Schritt erklimmen kannst. Es geht nicht darum, perfekt zu sein oder Unsummen beiseitezulegen, sondern darum, einen Plan zu haben, der zu euch passt. Denn am Ende des Tages wollen wir doch alle nur das Beste für unsere Kinder: Ihnen einen guten Start ins Leben ermöglichen und ihnen ein Stück finanzielle Freiheit schenken.

    Warum überhaupt Geld für dein Kind sparen? – Mehr als nur ein Notgroschen

    Vielleicht denkst du jetzt: "Reicht es nicht, wenn ich mich um die täglichen Ausgaben kümmere?" Ja, das ist schon eine riesige Leistung! Aber stell dir vor, dein Kind möchte später den Führerschein machen, ein Auslandssemester finanzieren, die erste eigene Wohnung einrichten oder sich einen lang gehegten Traum erfüllen. Solche Dinge kosten Geld, und es ist ein unglaublich schönes Gefühl, wenn du deinem Kind dabei helfen kannst, diese Meilensteine ohne große Schuldenlast zu erreichen.

    Es geht nicht nur um materielle Dinge. Es geht um:

    • Finanzielle Unabhängigkeit: Dein Kind lernt früh, dass es sich Wünsche erfüllen kann, wenn es spart.
    • Bildungschancen: Ein finanzielles Polster kann Türen öffnen, sei es für ein Studium, eine Weiterbildung oder einen Sprachkurs.
    • Sicherheit: Ein Startkapital gibt deinem Kind eine Basis, auf die es zurückgreifen kann, wenn es mal schwierig wird.
    • Ein Geschenk für die Zukunft: Du legst den Grundstein für eine sorgenfreiere Zukunft deines Kindes.

    Wie viel Geld sollte man für sein Kind sparen? – Die große Frage und realistische Ziele

    Die Frage nach dem "Wie viel" ist natürlich die Königsfrage, und es gibt keine pauschale Antwort. Aber wir können uns dem annähern, indem wir uns überlegen, welche Ziele wir haben.

    Setze dir klare Ziele – Was möchtest du ermöglichen?

    Bevor wir über konkrete Zahlen sprechen, lass uns mal überlegen, wofür das Geld überhaupt sein soll. Das hilft dir, die Motivation hochzuhalten und einen realistischen Betrag zu finden.

    • Der Führerschein: Rechne hier mit ca. 3.000 Euro (je nach Region und Anzahl der Fahrstunden).
    • Ein Startkapital für die erste Wohnung oder das Studium: Hier sind 10.000 bis 20.000 Euro ein guter Richtwert. Das kann die Kaution decken, die ersten Möbel oder Studiengebühren.
    • Ein größerer Betrag für die finanzielle Unabhängigkeit: Wenn du deinem Kind wirklich einen großen Sprung ermöglichen möchtest, denk an 50.000 Euro oder mehr. Das wäre ein tolles Polster für eine Weltreise, eine Unternehmensgründung oder eine Anzahlung für eine Immobilie.

    Rechenbeispiele – So wird's greifbar

    Lass uns mal ein bisschen rechnen, damit du siehst, wie auch kleine Beträge über die Zeit riesig werden können. Das Zauberwort heißt hier Zinseszinseffekt – dein Geld arbeitet für dich!

    Nehmen wir an, du möchtest deinem Kind zum 18. Geburtstag ein bestimmtes Startkapital ermöglichen. Wenn du monatlich einen festen Betrag sparst und eine durchschnittliche Rendite von 7% pro Jahr erzielst (was mit einem breit gestreuten ETF langfristig realistisch ist), dann sieht das so aus:

    • Ziel: Führerschein (3.000€)
      • Wenn du 18 Jahre Zeit hast: ca. 8 Euro pro Monat
      • Wenn du 10 Jahre Zeit hast: ca. 17 Euro pro Monat
    • Ziel: Startkapital (15.000€)
      • Wenn du 18 Jahre Zeit hast: ca. 40 Euro pro Monat
      • Wenn du 10 Jahre Zeit hast: ca. 85 Euro pro Monat
    • Ziel: Größere Unabhängigkeit (50.000€)
      • Wenn du 18 Jahre Zeit hast: ca. 135 Euro pro Monat
      • Wenn du 10 Jahre Zeit hast: ca. 285 Euro pro Monat

    Siehst du? Schon kleine Beträge machen einen riesigen Unterschied, besonders wenn du früh anfängst!

    Dein finanzielles Fundament in Deutschland – Was du wissen solltest

    Als Mama in Deutschland gibt es ein paar Besonderheiten, die du kennen solltest. Keine Sorge, ich erkläre es dir ganz einfach!

    Kindergeld – Dein monatlicher Bonus

    Das Kindergeld ist eine staatliche Leistung, die du für jedes Kind bekommst. Aktuell (Stand 2024) sind das 250 Euro pro Monat und Kind. Dieses Geld ist dafür gedacht, die Grundversorgung deines Kindes zu sichern. Viele Mamas nutzen einen Teil davon aber auch, um direkt für ihr Kind zu sparen. Das ist eine super Möglichkeit, denn es ist ein fester Betrag, der jeden Monat kommt!

    Kinderfreibetrag vs. Kindergeld – Wer profitiert?

    Du hast vielleicht schon mal vom Kinderfreibetrag gehört. Das ist keine Leistung, die du zusätzlich zum Kindergeld bekommst, sondern eine Alternative. Das Finanzamt prüft automatisch, was für dich und deine Familie vorteilhafter ist: das monatliche Kindergeld oder der Kinderfreibetrag, der dein zu versteuerndes Einkommen mindert. Für die meisten Familien ist das Kindergeld die bessere Wahl, aber bei höheren Einkommen kann der Kinderfreibetrag steuerlich attraktiver sein. Du musst dich darum nicht aktiv kümmern, das Finanzamt macht das für dich bei der Steuererklärung.

    Schenkungssteuer – Keine Angst vor großen Beträgen

    Vielleicht möchtest du oder die Großeltern eurem Kind später mal einen größeren Betrag schenken. Hier kommt die Schenkungssteuer ins Spiel. Aber keine Panik! In Deutschland gibt es großzügige Freibeträge: Jeder Elternteil kann seinem Kind alle 10 Jahre einen Betrag von bis zu 400.000 Euro steuerfrei schenken. Das ist eine ganze Menge Geld! Das bedeutet, wenn du und dein Partner eurem Kind jeweils 400.000 Euro schenkt, sind das insgesamt 800.000 Euro, die steuerfrei bleiben. Für die meisten von uns ist das mehr als genug Spielraum.

    Wo das Geld anlegen? – Deine Optionen im Überblick

    Jetzt, wo wir wissen, wie viel und warum, kommt die Frage: Wohin mit dem Geld? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, und jede hat ihre Vor- und Nachteile.

    1. Tagesgeldkonto – Flexibel, aber wenig Rendite

    • Was ist das? Ein Konto, auf das du jederzeit Geld einzahlen und abheben kannst.
    • Vorteile: Sehr flexibel, dein Geld ist immer verfügbar.
    • Nachteile: Die Zinsen sind meist sehr niedrig, oft sogar unter der Inflationsrate. Das bedeutet, dein Geld verliert über die Zeit an Kaufkraft. Für langfristiges Sparen ist es daher nicht ideal, aber gut für einen Notgroschen oder kurzfristige Ziele.

    2. Festgeldkonto – Etwas mehr Zinsen, weniger Flexibilität

    • Was ist das? Du legst Geld für einen festen Zeitraum (z.B. 1, 3 oder 5 Jahre) zu einem festen Zinssatz an.
    • Vorteile: Die Zinsen sind meist etwas höher als beim Tagesgeld.
    • Nachteile: Dein Geld ist für den vereinbarten Zeitraum gebunden. Wenn du es vorher brauchst, kann das teuer werden. Auch hier ist die Rendite oft nicht hoch genug, um die Inflation langfristig auszugleichen.

    3. ETFs (Exchange Traded Funds) – Dein Freund für langfristiges Wachstum

    • Was ist das? Stell dir einen ETF wie einen großen Korb vor, der ganz viele verschiedene Aktien oder Anleihen enthält. Statt einzelne Aktien zu kaufen, kaufst du einen Anteil an diesem Korb.
    • Vorteile:
      • Breite Streuung: Dein Risiko ist verteilt, weil du nicht nur in ein Unternehmen investierst.
      • Geringe Kosten: ETFs sind sehr kostengünstig, da sie einfach einen Index nachbilden und kein teures Management brauchen.
      • Langfristiges Wachstum: Historisch gesehen haben breit gestreute ETFs (z.B. auf den MSCI World Index) über lange Zeiträume eine durchschnittliche Rendite von 6-8% pro Jahr erzielt. Das ist der Zinseszinseffekt in Aktion!
    • Nachteile:
      • Kursschwankungen: Der Wert kann schwanken. Aber über 10, 15 oder 18 Jahre gleichen sich diese Schwankungen meist aus.
      • Keine Garantie: Es gibt keine garantierte Rendite, aber die Wahrscheinlichkeit, langfristig Gewinne zu erzielen, ist sehr hoch.
    • Mein Tipp: Ein ETF-Sparplan ist ideal für Mamas! Du legst einfach fest, wie viel du monatlich investieren möchtest (schon ab 25 Euro möglich), und der Betrag wird automatisch eingezahlt. Du musst dich um nichts kümmern!

    4. Bausparvertrag – Meist nicht ideal für Kindersparen

    • Was ist das? Ein Vertrag, bei dem du erst sparst und dann das Recht auf ein zinsgünstiges Darlehen für den Hausbau oder -kauf hast.
    • Warum oft nicht ideal für Kindersparen:
      • Hohe Kosten: Oft fallen Abschlussgebühren an.
      • Geringe Rendite: Die Sparzinsen sind meist sehr niedrig.
      • Unflexibel: Das Geld ist oft lange gebunden und für einen bestimmten Zweck vorgesehen.
      • Nicht für jeden Zweck: Wenn dein Kind später kein Haus kaufen will, ist der Vertrag vielleicht nutzlos.

    Fazit zur Geldanlage: Für langfristiges Sparen für dein Kind ist ein ETF-Sparplan auf einen breit gestreuten Welt-Index (wie den MSCI World) die beste Wahl. Er ist einfach, kostengünstig und bietet die besten Renditechancen.

    Typische Fehler, die wir Mamas vermeiden können

    Ich kenne das nur zu gut: Manchmal machen wir aus Unwissenheit oder weil wir einfach keine Zeit haben, Fehler. Aber keine Sorge, daraus lernen wir!

    • Nicht früh genug starten: Der Zinseszinseffekt braucht Zeit. Jeder Monat zählt!
    • Keine klaren Ziele haben: Wenn du nicht weißt, wofür du sparst, verlierst du schnell die Motivation.
    • Geld auf dem Girokonto lassen: Dein Girokonto ist zum Leben da, nicht zum Sparen. Dort frisst die Inflation dein Geld auf.
    • Falsche Produkte wählen: Ein Tagesgeldkonto ist toll für den Notgroschen, aber nicht für 18 Jahre Kindersparen.
    • Kindesgeld mit Familienbudget vermischen: Versuche, das Kindergeld oder einen Teil davon direkt auf ein separates Konto für dein Kind zu überweisen. So behältst du den Überblick.
    • Nicht mit dem Partner sprechen: Finanzielle Entscheidungen sollten gemeinsam getroffen werden. Dein Partner ist dein Teammitglied!

    Praktische Schritte für deinen Sparplan – So geht's wirklich

    Du musst kein Finanzprofi werden, um das hinzubekommen. Hier sind ein paar einfache Schritte, die du sofort umsetzen kannst:

    1. Schritt: Kassensturz machen

      • Schau dir an, wie viel Geld jeden Monat reinkommt und wohin es geht. Wo gibt es vielleicht kleine Posten, die du einsparen könntest? Jede kleine Summe hilft!
      • Tipp: Nutze eine App oder eine einfache Excel-Tabelle für dein Haushaltsbuch.
    2. Schritt: Sparziel festlegen

      • Was möchtest du für dein Kind erreichen? Führerschein? Studium? Lege einen realistischen Betrag fest.
    3. Schritt: Automatisieren, automatisieren, automatisieren!

      • Richte einen Dauerauftrag ein, der jeden Monat direkt nach Gehaltseingang einen festen Betrag auf das Sparkonto oder in den ETF-Sparplan deines Kindes überweist.
      • Tipp: Überweise das Geld direkt, wenn das Kindergeld kommt!
    4. Schritt: Partner einbeziehen

      • Setzt euch zusammen und sprecht über eure gemeinsamen Sparziele. Vielleicht könnt ihr beide einen kleinen Betrag beisteuern.
    5. Schritt: Regelmäßig überprüfen

      • Einmal im Jahr (z.B. zum Geburtstag deines Kindes) schaust du dir den Sparplan an. Passt er noch? Könnt ihr vielleicht etwas mehr sparen? Oder müsst ihr die Ziele anpassen?
    6. Schritt: Kleine "Side Hustles" in Betracht ziehen (optional)

      • Wenn du merkst, dass das Geld knapp ist, gibt es vielleicht kleine Möglichkeiten, extra Geld zu verdienen? Ein paar Stunden Nachhilfe, selbstgemachte Produkte verkaufen oder alte Sachen auf Kleinanzeigen anbieten? Jede zusätzliche Einnahme kann direkt ins Sparschwein deines Kindes fließen.

    Ein kleines Rechenbeispiel für dich – Die Macht der Zeit

    Stell dir vor, du schaffst es, ab der Geburt deines Kindes monatlich 50 Euro in einen breit gestreuten ETF-Sparplan zu investieren. Mit einer angenommenen jährlichen Rendite von 7% (nach Kosten) sieht das nach 18 Jahren so aus:

    • Eingezahlte Summe: 50 Euro/Monat * 12 Monate * 18 Jahre = 10.800 Euro
    • Wert des Sparplans nach 18 Jahren: ca. 21.000 Euro

    Du hast also mehr als das Doppelte deines eingezahlten Geldes herausbekommen – einfach, weil du früh angefangen und die Macht des Zinseszinses genutzt hast! Ist das nicht unglaublich motivierend?

    Abschließende Gedanken

    Liebe Mama, ich weiß, das war jetzt eine Menge Information. Aber ich hoffe, du fühlst dich jetzt ein bisschen weniger überfordert und ein bisschen mehr ermutigt. Du musst nicht alles auf einmal perfekt machen. Fang klein an, setze dir realistische Ziele und sei stolz auf jeden Schritt, den du machst.

    Das Wichtigste ist, überhaupt anzufangen. Auch kleine Beträge machen einen riesigen Unterschied, wenn du ihnen Zeit gibst. Und denk daran: Du tust das für dein Kind, aber auch für dich selbst, denn es gibt ein gutes Gefühl, zu wissen, dass du für die Zukunft deines kleinen Schatzes vorsorgst.

    Wenn du Fragen hast oder dir etwas unklar ist, scheue dich nicht, dich weiter zu informieren. Es gibt viele gute und kostenlose Ressourcen online. Du schaffst das!

    Alles Liebe, Eure Anja 💚

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    Anja Fischer
    Geschrieben von

    Anja Fischer

    Mama von drei Jungs (2019, 2021, 2023) und ganz nebenbei auch noch Gästehaus-Betreiberin und Content-Creatorin. Oder in kurz: Mama und Unternehmerin. Ich teile das, was für uns funktioniert - von Tipps & Tricks aus dem Mama-Alltag über Rezepte, Bastelideen, Orga- und Finanz-Tipps und vieles vieles mehr.

    Zuletzt aktualisiert: 23. Juli 2024

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